Meinung

Standpunkte klarmachen und dort hinterfragen, wo Berichterstattung aufhört. Zur reinen Nachricht die eindeutige Bewertung – aber eben klar getrennt voneinander. Lassen Sie sich von Kommentaren und Interviews von Fachleuten zum Diskutieren anregen.

Editorial
26.08.2010

Köpfchen statt Wut im Bauch

Welcher Unternehmer arbeitet gerne für lau? Keiner. Auch kein Therapeut. Deswegen ist das Thema Prüfpflicht nach wie vor ein Reizthema für alle Therapeuten. Das ist verständlich. Wenn eine Krankenkasse schulterzuckend die Verordnung wegen unkorrek­ten Ausfüllens einbehält, hat der Therapeut bereits seine Leis­tung erbracht. Er hat den Patienten nach bestem Wissen behan­delt und möchte verständlicherweise dafür auch bezahlt werden.

Editorial
08.07.2010

Reförmchen zweifach gut für Praxisinhaber

Einmal tief in die Beitragszahlertasche gegriffen, ´ne Kassenprämie hinzu gezaubert und schon steht die sogenannte „Gesundheitsreform“ des Bundesgesundheitsministers Philipp Rösler. In Wirklichkeit handelt es sich aber bloß um die Sicherstellung der Finanzierung eines untauglichen Systems. Dennoch – von den neuen Einnahmen profitieren werden vor allem die Leistungserbringer im Gesundheitswesen, also auch alle Inhaber von Logopädie-, Physio- und Ergotherapiepraxen.

Editorial
24.06.2010

… dabei kann es doch so einfach sein

Gerüchte sind wie Ohrwürmer: hat man sie einmal gehört, schwirren sie im Hinterkopf herum und sind nur schlecht zu vertreiben. Da nützt kein Ohrenjucken und kein Kopfschütteln. Aber manchmal hilft nachfragen. Haben wir mal gemacht. Das ist so schön pragmatisch. Nachdem die Zahl von 2.700 stritti­gen Fällen, die in Sachen Rezeptabsetzung angeblich bei der AOK Niedersachsen vorliegen sollen, in der therapeutischen Gerüchteküche über dem Verbandskessel munter vor sich hin köchelte, wollten wir wissen: Jetzt mal konkret, liebe AOK: wieviele strittige Fälle gibt es denn nun wirklich?

Editorial
20.05.2010

Kompetenzgerangel statt Innovation

Der 113. Deutsche Ärztetag ist am vergangenen Freitag in Dresden zu Ende gegangen – nicht ohne sich mit einem Seitenhieb in Sachen Kompetenzgerangel zu verabschieden.

Editorial
29.04.2010

So beeinflusst Statistik

Neulich hat mich ein Arzt angeschrieben, ob er auch für private Heilmittelverordnungen in Regress genommen werden könne. Über meine verneinende Antwort war er sehr froh.

Meinung
01.04.2010

Kommentar: Angeordneter Etikettenschwindel

Die jüngst veröffentlichten Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) über die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind zu hoch. Denn das BMG hat beschlossen, die Zuzahlungen und Eigenanteile der Patienten als Ausgaben der GKV zu bewerten.

Editorial
25.03.2010

Vorschläge ernst nehmen – Freiräume nutzen!

Das Verhalten mancher Krankenkassen in Abrechnungsfragen wirkt manchmal undurchschaubar. Da klagt die AOK Baden-Württemberg bis zum Bundessozialgericht durch und gewinnt gegen den ZVK den Streit um die Prüfpflicht – und überrascht alle Heilmittelerbringer mit einer sehr pragmatischen Lösung zur Korrektur von falsch ausgestellten Verordnungen. In ganz Baden-Württemberg? Nein, drei Bezirksdirektionen sind von der Regelung ausgenommen, wegen angeblich schlechtem Betragen von Therapeuten.

„Die Verteilung ist nicht gerecht.“

Ende Januar forderten die Grünen im Bundestag die Bundesregierung in einer kleinen Anfrage auf, zur unterschiedlichen Verordnungspraxis in den Bundesländern bei der Physio-, Ergo- und Sprachtherapie Stellung zu beziehen. Maria Klein Schmeink, Mitglied der Grünen und im Gesundheitsausschuss des Bundestages, stellte sich den Fragen von up.

Evidenz ist Basis für Wirtschaftlichkeit!

up 03-2010Das Thema Qualität hat für alle Gesundheitsberufe an Bedeutung gewonnen, nicht zuletzt durch die seit 2006 bestehende Verpflichtung für Ärzte zur Einführung eines Qualitätsmanagementsystems. Miriam Techen hat Prof. Dr. Gerd Glaeske vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen, Leiter des Arbeitsbereichs Versorgungsforschung mit Arzneimitteln und sonstigen Leistungen und Mitglied im „Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen“ zur Notwendigkeit von Qualitätsmanagement in Heilmittelerbringerpraxen befragt.

Editorial
25.02.2010

Motivieren statt Mobben!

Kaum hat das Bundessozialgericht festgestellt, dass Heilmittel‑erbringer die formale Richtigkeit von Heilmittelverordnungen überprüfen müssen, da werden im Internet Checklisten verteilt, die Ärzte doch bitte einzuhalten hätten. Als wenn die Ärzte nur darauf gewartet haben, dass ihnen Heilmittelerbringer sagen, wo es langgeht!