Redaktionsblog

Informationen und Meinungen direkt aus der Redaktion.

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17.11.2011

Ein Therapeut ist nun mal kein Kassenvorstand

In seinem aktuellen Bericht 2011 zeigt der Bundesrechnungshof finanzielle Missstände und Einsparpotential unter anderem auch für das Gesundheitswesen auf. Bei dem forschenden Blick auf die gesetzlichen Krankenkassen stellte sich dabei heraus, dass eine Kasse einen Mietvertrag über 15 Jahre für ein Bürogebäude mit 20.000 Quadratmetern abgeschlossen hatte. Davon benötigte die Kasse selbst nur 8.000 Quadratmeter – der Rest wurde nicht etwa weitervermietet, sondern stand leer. Schaden: satte sechs Millionen Euro.

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15.09.2011

Bundesregierung fühlt sich nicht zuständig für Umsetzung der Gesetze

Die Bundesregierung hat kein Interesse daran, ihre erlassenen Gesetze zu kontrollieren oder eine Kontrollfunktion über deren korrekte und sinnvolle Umsetzung auszuüben. Diesen Verdacht legt die Antwort der Bundesregierung auf eine aktuelle kleine Anfrage der Grünen zum Thema „Wirtschaftlichkeitsprüfungen in der vertragsärztlichen Versorgung nach § 106 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch“ nahe.

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15.09.2011

Gedankenspiel zum Feierabend

Taugt eine bestimmte Mindestmenge an Behandlungen als Indikator für gute Qualität? Mit dieser Frage beschäftigt sich derzeit der G-BA und zukünftig auch das BSG. Im aktuellen Fall geht es darum, ob Krankenhäuser eine Mindestmenge von Knie-TEP OP´s vorweisen müssen, um diese Operationen überhaupt durchführen zu dürfen.

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21.07.2011

Süd-AOKen weiterhin mit rechtlich fragwürdigen Positionen

Die Süd-AOKen (AOK Bayern und Baden-Württemberg) haben die Heilmittel-Richtlinie schon immer sehr einseitig zu Gunsten der Kostendämpfung ausgelegt. Rechtlich unwirksame Vereinbarungen im Rahmenvertrag gehören genauso dazu, wie das konsequente Ignorieren der Intention des Gemeinsamen Bundesausschuss. Da hilft den betroffenen Heilmittelpraxen nur, die rechtlichen Rahmenbedingungen gut zu kennen und sich darauf zu berufen.

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24.03.2011

KBV: Delegation, nein Danke!

Ärzte finden nur das sinnvoll, was Sie kontrollieren können. So lässt sich die Reaktion der ärztlichen Standesvertreter, unter anderen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV),  auf die letzte Anhörung des Gemeinsamen Bundesausschusses(G-BA) zur Delegation von ärztlichen Leistungen an medizinische Assistenzberufe zusammenfassen. Selbst die Unterversorgung von Ärzten in einigen ländlichen Regionen ändert nichts an der Verweigerungshaltung der KBV.

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02.12.2010

Vier Gründe, warum Physiotherapeuten ein guter Orthopäden-Ersatz sind

Es gibt zu wenig Orthopäden für immer mehr Patienten. Das beklagte der Präsident des Berufsverbandes Orthopädie und Unfallchirurgie Helmut Mälzer beim Orthopädie-Kongress in Berlin. Wir hätten da noch einen weiteren Vorschlag für Herrn Mälzer: Physiotherapeuten übernehmen einen Teil der orthopädischen Versorgung!

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04.11.2010

Kein Plan von Prävention

Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler (FDP) will in Zukunft niedergelassene Ärzte für Prävention besser honorieren. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Damit will er die Gesundheitsvorsorge in Deutschland fördern.

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28.10.2010

Pest oder Cholera?

Das deutsche Ärzteblatt hat gerade einen Artikel veröffentlicht, der sich mit der Auswirkung von Werbung auf die Verordnungs­tätigkeit der Ärzte befasst. Unter der Überschrift „Pharmawerbung beeinflusst Verordnungsverhalten“ wird eine Meta-Analyse (in PLoS Medicine – 2010; 7: e1000352) vorgestellt, die zum Ergebnis kommt: Werbeexponierte Mediziner verordnen häufiger, schlechter und auch kostspieliger.

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07.10.2010

Bloß kein Neid!

Die GKV macht Politik mit den Ärztehonoraren: Eine Milliarde Euro mehr für die Ärzte! Im Gespräch mit Praxisinhabern frage ich nach: „Wie groß ist Ihrer Meinung nach die Honorarsteigerung in Prozent?“ Antwort: „20 Prozent – mindestens!“ Da liegt das Gefühl (20 Prozent) von der Realität (4 Prozent) ziemlich weit weg.

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07.10.2010

Aus alt mach neu…

Zur Zeit herrscht allgemeines Kopfzerbrechen bei der AOK Baden-Württemberg. Der Grund: eine Auswertung hat ergeben, dass knapp ein Viertel aller bundesweit von der AOK übernommenen Sprachtherapien für unter 15-Jährige in Baden-Württemberg verschrieben werden! Dabei ist das Kopfzerbrechen selbst auferlegt, denn die Zahlen sind uralt.  Die AOK Ba-Wü  hat mal kräftig in der Zahlen-Grabbelkiste von Dezember 2009 gewühlt und poltert jetzt, fast ein Jahr später, empört los: Viel zu viele Verordnungen! Logopädie ist ja fast schon Standard!