So beeinflusst Statistik
Neulich hat mich ein Arzt angeschrieben, ob er auch für private Heilmittelverordnungen in Regress genommen werden könne. Über meine verneinende Antwort war er sehr froh.
Das Beispiel zeigt: In Sachen Heilmittelausgaben geht es vor allem um Aufklärung und zuverlässigen Informationsfluss, denn Kassenärztliche Vereinigungen schüren weiterhin sinnlos die Regressangst der Ärzte. Dabei werden zum Beispiel in Bremen die vereinbarten Heilmittelausgaben schon im dritten Jahr in Folge deutlich unterschritten! Auch Westfalen-Lippe, Hessen und Nordrhein sind schon das zweite Mal auf der Liste der Unterverordner! Lesen Sie dazu folgenden Artikel.Â
Verantwortlich dafür ist die desolate Informationspolitik der KVen. Wie abhängig die Ärzte von den Informationen der KVen sind, zeigt das Beispiel Westfalen-Lippe. Hier hatte die KV ihre Ärzte erstmals aufgerufen, mehr zu verordnen – mit einem wahrnehmbaren Ergebnis: Die Heilmittelausgaben je 1.000 Versicherte liegen mit einem Wachstum von 6,9% im Vergleich zum Vorjahr erstmals über der 40.000 Euro Grenze – eine echte Kehrtwende, betrachtet man die Entwicklung der letzten vier Jahre. Weitere Informationen finden Sie hier.
Was ist also die Konsequenz für Praxisinhaber? Ärzte brauchen seriöse Informationen. Und zwar kein Gejammer der KVen über zu hohe Ausgaben, sondern eine Gegenüberstellung des vereinbarten Heilmittelausgabenvolumens und der niedrigeren Ist-Zahlen. Los geht´s – informieren Sie Ihre Ärzte. Alle Daten und fertige Grafiken für Ihre Ärztekommunikation erhalten Sie bei unserer Hotline. Dort erhalten Sie auch die Zahlen genau zugeschnitten auf Ihre KV!
Herzlichst Ihr
Tags: Heilmittelausgaben, Heilmittelregress, Kommentar, Nordrhein, Westfalen-Lippe


