Heilmittelumsätze im zweiten Quartal in NRW und S-H stark rückläufig
Umsatzrückgänge um mehr als 11% im zweiten Quartal vermelden die Statistiken der Krankenkassen für das erste Halbjahr 2006, die jetzt detailliert im Internet stehen.
Jedes Quartal erscheinen die Heilmittelstatistiken im Internet. Auf der Seite www.gkv-his.de können die Zahlen für das 1. und 2. Quartal 2006 heruntergeladen werden.
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KV Gebiet |
Veränderungen 1.- / 2.Q. ´06 inT€ |
Veränderung in Prozent |
| Bayern |
8.565 |
6,2% |
| Berlin |
591 |
1,6% |
| Brandenburg |
782 |
4,3% |
| Bremen |
-265 |
-4,2% |
| Hamburg |
1.222 |
6,9% |
| Hessen |
-304 |
-0,6% |
| Mecklenburg-Vorpommern |
1.439 |
10,7% |
| Niedersachsen |
2.403 |
2,6% |
| Baden-Württemberg |
-1.335 |
-1,0% |
| Nordrhein |
-12.650 |
-11,6% |
| Rheinland-Pfalz |
1.168 |
2,7% |
| Saarland |
155 |
1,4% |
| Sachsen |
-555 |
-0,9% |
| Sachsen-Anhalt |
143 |
0,7% |
| Schleswig-Holstein |
-4.710 |
-11,6% |
| Thüringen |
-225 |
-1,2% |
| Westfalen-Lippe |
-356 |
-0,5% |
| Summe |
-3.932 |
-0,4% |
Für die Auswertung der Statistiken für die eigene Praxis empfiehlt sich folgendes Vorgehen:
- Den Bundesbericht lesen.
Der Bundesbericht listet die Heilmittelausgaben sortiert nach den Gebieten der KVen auf. Dort kann man zum Beispiel erkennen, ob in einem KV-Gebiet mehr oder weniger als in anderen verordnet worden ist.  Miteinander vergleichbar sind die regionalen Daten über die “Zahlen je 1.000 Versicherte”. Alle Bundeszahlen gibt es für die Heilmittel allgemein, aber auch für jede einzelne Berufsgruppe. Außerdem findet man hier eine Liste der Facharztgruppen, die am meisten Heilmittel verordnet haben.
- Den Bericht für das eigene Bundesland/den eigenen KV-Bereich lesen.
Die Liste mit den am häufigsten verordneten Heilmitteln auf Landesebene gibt Aufschluss darüber, ob die Verordnungen der eigenen Praxis dem Durchschnitt entsprechen. Auch ein Abgleich zwischen den verordnenden Ärzten und der eigenen Praxisstatistik zeigt, wohin man sich mit der Praxis bewegt. Interessant ist es auch zu überprüfen, ob die durchschnittliche Verordnungsmenge je VO-Blatt unter oder über den Zahlen der eigenen Praxis liegt.
Einsatz in der Praxis:
- Die Zahlen können gut für die Arztkommunikation genutzt werden - zum Beispiel als Argumente in bestimmten Sachverhalten.
- Die Zahlen sind vollständiger als die Zahlen einzelner Rechenzentren oder Berufsverbände und aufgrund der Datenquelle (Krankenkassen) sind sie auch besser als objektive Belege geeignet.
- Der Vergleich der Landesstatistik mit den Daten der Praxis erlaubt Rückschlüsse über den eigenen Status.

