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21.11.2006
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Termine bei Ärzten: Gesetzlich Versicherte müssen länger warten

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) zeigt mit einer aktuellen Analyse, dass privat Versicherte im Vergleich zu gesetzlich Versicherten bei niedergelassenen Ärzten klar privilegiert sind. Die Diskussion bietet auch Chancen für Therapeuten.

Die aktuelle WIdO-Analyse beruht auf einer repräsentativen Versichertenbefragung von rund 3.000 Krankenversicherten, sowohl gesetzlich als auch privat Versicherten. Sie zeigt, dass längere Wartezeiten für gesetzlich Versicherte im subjektiven Empfinden der Patienten ein Problem darstellen. 33,5 % der GKV-Versicherten mit akuten Beschwerden empfanden die Wartezeit auf ihren letzten Arzttermin als zu lang - bei privat Versicherten traf dies nur auf 14,7 % zu.  
Trotz akuter Beschwerden musste jeder vierte gesetzlich Versicherte (25,3 %) mindestens zwei Wochen auf einen Behandlungstermin warten. Bei privat Versicherten war dies nur bei 7,8 % der Fall.
Noch deutlicher ausgeprägt sind die Unterschiede in Ostdeutschland: Hier klagten fast 40 % der gesetzlich Versicherten über zu lange Wartezeiten, aber nur 13,3 % der privat Versicherten.  
Die Ungleichbehandlung von GKV- und PKV-Patienten ist bei Orthopäden besonders deutlich. 17,3 % der GKV-Patienten mit akuten Beschwerden mussten länger als 4 Wochen auf einen Termin beim Orthopäden warten, aber nur 2,4 % der privat Versicherten. 43,3 % der PKV-Patienten wurden sofort oder am nächsten Tag behandelt, aber nur 26,2 % der GKV-Patienten.

Chance: Akut-Termin-Service einführen
In Therapiepraxen mit guter Organisation lässt sich ein erstklassiger AKUT-TERMIN-SERVICE installieren. Erklären Sie Ihren Patienten, dass unabhängig von der Kassenart jeder Patient mit einem akuten Problem innerhalb von 24 Stunden seinen ersten Termin wahrnehmen kann. Mit einem Poster im Wartezimmer mit dem Slogan: “Therapeuten helfen dann, wenn Sie es brauchen!” könnte man sich gut von den langen Wartezeiten bei den Ärzten abgrenzen.

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