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22.01.2007
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Heilmittelumsätze im freien Fall

Die Statistiken über die Ausgaben der Krankenkassen melden erhebliche Umsatzrückgänge für Heilmittelerbringer in allen Bundesländern (außer in Bremen) für das dritte Quartal 2006.

Die Auswirkungen der in 2006 verschärften Wirtschaftlichkeitsprüfungen werden immer deutlicher. Die Heilmittelumsätze verringern sich seit Januar 2006 immer mehr. Selbst von Wirtschaftlichkeitsprüfungen verschonte Regionen verzeichnen rückläufige Heilmittelumsätze. Das dritte Quartal 2006 ist bereits das dritte Quartal in Folge, in dem die Heilmittelumsätze zurückgehen.

Umsatzveränderungen des 3. Quartals 2006 im Vergleich zum 2. Quartal


KV Gebiet

Veränderung 2.-/3. Q. 06 in t€

Veränderung in Prozent

Bayern

-14.607

-8,9%

Berlin

-1.966

-4,5%

Brandenburg

-1.016

-4,7%

Bremen

+283

+4,2%

Hamburg

-1.500

-7,1%

Hessen

-420

-0,7%

Mecklenburg-Vorpommern

-1.369

-8,1%

Niedersachsen

-5.293

-5,0%

Baden-Württemberg

-2.702

-1,8%

Nordrhein

-9.152

-8,8%

Rheinland-Pfalz

-1.726

-3,6%

Saarland

-522

-4,0%

Sachsen

-3.113

-4,6%

Sachsen-Anhalt

-674

-2,7%

Schleswig-Holstein

-4.314

-11,0%

Thüringen

-429

-2,0%

Westfalen-Lippe

-5.291

-7,3%

Summe

-53.811

-5,5%

Der Hinweis einiger Krankenkassen, dass im Vergleich zu 2005 der Umsatz trotzdem um 2% gewachsen ist, lässt sich wie schon in den Vorquartalen auf das unterdurchschnittlich schlechte 1. Quartal 2005 zurückführen. Zur Erinnerung: Nach dem 1. Quartal 2006 betrug der Zuwachs von 2005 zu 2006 noch mehr als 9,5%, nach dem 2. Quartal waren es nur noch 5,8% und jetzt ist das schlechte 1. Quartal 2005 fast vollständig kompensiert. Wenn die Entwicklung so weitergeht, würde es beim Heilmittelumsatz in 2006 etwa 2-3% Umsatzrückgang im Vergleich zu den Umsätzen in 2005 geben.
Vier KV-Gebiete haben jetzt schon in der Summe der ersten 3 Quartale einen Rückgang von 2005 zu 2006 zu verzeichnen: KV Nordrhein mit -6,5%, KV Schleswig-Holstein mit -3,5%, KV Westfalen-Lippe mit -1,5%, KV Sachsen mit -1,4%. Da es für die Ergotherapie zum Teil erhebliche Zuwächse gegeben hat, dürften die Umsatzrückgänge für die anderen Fachgruppen um so stärker ausgefallen sein.

Hinweis:

Praxiswissen24-Kunden können Details aus den Statistiken für ihr KV-Gebiet und ihr Fachgebiet in der Praxiswissen24-Hotline abrufen. Mit Hilfe dieser Informationen können die versorgenden Ärzte sachgerecht informiert werden.

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