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23.08.2007
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Heilmittelausgaben im ersten Quartal geringer als angenommen

Krankenkassen melden geringere Heilmittelausgaben für das erste Quartal 2007 als ursprünglich gemeldet. Alarmierende Umsatzrückgänge in Nordrhein, Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe. Unterschiedliche Tendenzen in den Fachbereichen.

Während das Bundesgesundheitsministerium noch im Juni einen Anstieg der Heilmittelausgaben von 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr meldete, sprechen die Detaildaten aus dem Heilmittel-Informationssystem der GKV eine deutlich andere Sprache. Danach stiegen die Heilmittelausgaben bundesweit im ersten Quartal 2007 im Vergleich zu 2006 lediglich um 2,1 Prozent (18.657.000 Euro). Spitzenreiter waren Berlin (+10,8 Prozent), Brandenburg (+15,4 Prozent), Hamburg (+11,4 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (+ 11,6 Prozent).
Starke Umsatzeinbußen mussten dagegen die Heilmittelerbringer in Westfalen-Lippe (-5,1 Prozent), Schleswig-Holstein (-11 Prozent) und Nordrhein (-14,2 Prozent) hinnehmen. Damit trifft es erneut die Regionen, die auch im ersten Halbjahr 2006 erhebliche Einbußen aufwiesen.
Beim Vergleich der Heilmittelausgaben des vierten Quartals 2006 mit denen des ersten Quartals 2007 haben sich diese um rund 10 Millionen Euro verringert (-1,1 Prozent). Auch bei dieser Betrachtung sind die Bereiche Nordrhein (-9,2 Prozent) und Westfalen-Lippe (-10,7 Prozent) absolute Schlusslichter.
Die einzelnen Fachbereiche entwickeln sich ähnlich wie im Vorjahr. Die Ausgaben für Ergotherapie stiegen um 0,8 Prozent, während die Physiotherapie Verluste von 1,2 Prozent hinnehmen musste. Die Logopäden büßten sogar 2,9 Prozent ihres Umsatzes ein.
Eine detaillierte Übersicht aller KV-Gebiete und die nach Fachgebieten differenzierten Verlaufsgrafiken finden Sie wie immer in der Printausgabe des Newsletters Unternehmen Praxis.

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