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17.06.2009
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Vorsicht bei Bestellungen im Internet!

Kein Widerrufsrecht als Geschäftskunde

Vorsicht bei Bestellungen im Internet oder Katalog! Wenn Sie als Praxisinhaber unter Ihrem Geschäftsnamen bestellen, können Sie Ihr Widerrufsrecht verlieren. Dieses steht nur Verbrauchern und nicht Geschäftskunden zu, hat das Landgericht Hamburg entschieden.

Das Gericht hatte über den Fall einer Rechtsanwältin entschieden, die über das Internet Lampen bestellt und als Liefer- und Rechnungsadresse die Anwaltskanzlei angegeben hatte. Als sie sich auf das Widerrufsrecht berief und die Lampen zurückschicken wollte, verweigerte sich der Verkäufer mit dem Hinweis, das Fernabsatzgesetz gelte nur für Privatpersonen/ Verbraucher, aber nicht für Geschäftskunden. Zu Recht, fand das Landgericht Hamburg und formulierte den Leitsatz: „Ob ein Handeln eines Verbrauchers vorliegt, richtet sich danach, wie der Verkäuferanhand von objektiven Merkmalen und der Sachlage das Verhalten des Kunden versteht.“

Rechtliche Möglichkeiten geschmälert

Wenn Sie sich als Praxisinhaber z.B. einen Computer im Internet bestellen, hängt Ihr Widerrufsrecht davon ab, ob der Verkäufer den berechtigten Eindruck hatte, ein Geschäft mit einem Privat- oder einem Geschäftskunden abgewickelt zu haben. Wer sich also nur wegen des vermeintlich besseren Eindrucks als Geschäftskunde identifiziert, schmälert fast immer seine rechtlichen Möglichkeiten. Also sollten Sie sich genau überlegen, ob eine respekteinflößende Geschäftsadresse irgendeinen Vorteil für Ihre normale Heilmittelpraxis bietet. Ist das nicht der Fall, bestellen Sie einfach unter Ihrem Namen. Die Lieferung kommt trotz fehlenden Hinweises auf eine Praxisadresse an, und die erweiterten Rechte eines Verbrauchers bleiben erhalten.

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