News
09.10.2009
Ein Leser bewertete diesen Beitrag als interessant. Als interessant bewerten.
Beitrag versenden  |  Artikel drucken

„Senioren Check-up“ soll chronische Krankheiten verhindern

Mit einem „Senioren Check-up“ will eine Münchner Initiative aus Ärzten und Seniorenverbänden der Entstehung chronischer Erkrankungen vorbeugen. Ziel seien standardisierte Vorsorgeuntersuchungen für die Gruppe der 60- bis 65-jährigen ähnlich wie bei Kindern und Jugendlichen.

„In diesem Alter kann man durchaus noch Weichen stellen, um chronische Krankheiten zu verhindern“, ist Mitinitiator Dr. Volker Lichti, Mitglied im Vorstand der Ärztlichen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Geriatrie in Bayern (AFGiB), überzeugt. Entstanden ist die Idee in einem Fachgespräch zwischen Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung, dem Bundesverband der Internisten und verschiedenen Seniorenverbänden. Im Oktober soll eine weitere Sitzung folgen, auf der – so die Hoffnung Lichtis – auch die Krankenkassen anwesend sein werden.
Ältere Menschen würden zwar schon jetzt die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, es gebe aber keinen umfassenden Vorsorgeplan. Zu einem solchen „Check-up“ müssten die Hauptrisikofaktoren zusammengestellt werden: Dazu sollten eine Beurteilung des Allgemein- und Ernährungszustandes, die Erfassung des Impfstatus ebenso gehören wie die Krebsvorsorge und eine Überprüfung der Medikamenten-Einnahme.
Weiterbehandlung durch Physiotherapeuten
Der Hausarzt spielt nach Lichti eine entscheidende Rolle. Er entscheide auch über Folgebehandlungen: Soll beispielsweise die Mobilität gesteigert werden, werde der Hausarzt für die weitere Behandlung an einen Orthopäden oder Physiotherapeuten überweisen.
Erfahrungen aus den USA mit regelmäßigen Gesundheitsuntersuchungen für ältere Menschen hätten gezeigt, dass dadurch erhebliche Ausgaben vermieden werden können. Eine Umsetzung der „Senioren Check-ups“ werde frühestens im nächsten Jahr erfolgen. Wie oft eine solche Bestandsaufnahme erstellt werden soll, sei noch zu klären. „Ideal“, so Lichti, „ wäre ein Check-up alle zehn Jahre.“ (ks) (ks)

Tags: , ,

Schreiben Sie uns einen Kommentar

* = Pflichtangabe