Kooperation erwünscht
Mehr lokale Gesundheitsangebote für Senioren
„Jede Bewegung zählt! Bewegungsförderung für ältere Menschen in Kommune und Stadtteil“ heißt ein Workshop in Hamburg, der sich an Menschen in kommunalen Einrichtungen richtet. Praxisinhaber können hier lokale, zielgruppenspezifische Angebote interdisziplinär entwickeln.
Die ganztägige Veranstaltung am 21. Juni in Hamburg-Wilhelmsburg wolle Wege aufzeigen, wie Senioren mit kleinen Schritten ihren Alltag besser meistern können, erklärt Sabine Hillmann von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. „Es gibt unzählig viele Angebote für die Altersstufe 60 plus“, so die Fachreferentin für Prävention und Gesundheitsförderung weiter, „aber vieles bleibt so undurchsichtig, dass selbst die Zielgruppe keinen Überblick mehr hat.“
Und hier soll der gemeinsame Workshop der Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein im Rahmen des Projekts „Zentrum für Bewegungsförderung Nord“ Licht ins Dunkel bringen, die verschiedenen Ansätze in Kommunen und Stadtteilen vorstellen, die Kontakte unter den Beteiligten fördern und den Aufbau von Netzwerken unterstützen. Er richtet sich an Mitarbeiter aus der Verwaltung, Altenhilfe, Migration, Sportentwicklung, Gesundheitsförderung, Seniorenvertretung, Stadtteilarbeit, Wohnungsbau, Selbsthilfe u.a. „Natürlich sind Physiotherapeuten wichtige Akteure in diesem Feld“, erklärt Projektmitarbeiterin Tania-Aletta Schmidt. „Der Workshop soll auch eine Kontaktbörse für all´ diejenigen sein, die in diesem Bereich tätig sind.“
„Wir wollen die zwei bis drei Prozent der Bevölkerung erreichen“, ergänzt Hillmann, „die wenig soziale Kontakte haben und nicht mehr so mobil sind.“ Schon ein Spaziergang mit der Nachbarin steigere das Wohlbefinden vieler älterer und alleinstehender Menschen und fördere ihre Gesundheit, meint Hillmann. Gerade in Zeiten leerer Kassen in den Kommunen seien Alternativen mehr denn je gefragt. Wie könnte das Bewegungsverhalten und damit die Selbstständigkeit der Senioren gefördert werden? Welche Rahmenbedingungen seien dafür notwendig? Und wie könnten professionelle Akteure in diesen Prozess einbezogen werden?
Veranstaltungsort ist das Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestraße. 20, 21107 Hamburg. Die Teilnahmegebühr beträgt 18,- Euro inkl. Mittagsimbiss (ermäßigt 12,– Euro). Anmeldeschluss ist der 11.06.2010.
Die Anmeldung bitte schriftlich an:
Kontakt: Zentrum für Bewegungsförderung Nord
c/o Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Nds. e.V. (LVG & AFS)
Fenskeweg 2, 30165 Hannover
Tel: 05 11 / 3 50 00 52
E-Mail: info@gesundheit-nds.de
Internet: www.gesundheit-nds.de
www.bewegung-im-norden.de

