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24.06.2010
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Nicht ohne meine Selbsthilfegruppe

Patienten wollen Erfahrungsaustausch

Die Mehrheit der Deutschen hält bei schweren Krankheiten Selbsthilfegruppen für wichtiger als Ärzte. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK.

An der Umfrage hatten sich Anfang Juni bundesweit 1.001 Männer und Frauen beteiligt. Fast 90 Prozent der Befragten gaben an, dass Selbsthilfegruppen eine sinnvolle Ergänzung zur ärztlichen Behandlung seien, heißt es in einer DAK-Pressemitteilung. Und 56 Prozent waren der Ansicht, dass die Selbsthilfe manchmal sogar wichtiger sei als Ärzte und Psychologen.

Besonders bei psychischen Problemen wie Despressionen seien Selbsthilfegruppen sinnvoll, meinten 83 Prozent der Befragten. Aber auch bei Krebserkrankungen (81 Prozent) sowie chronischen Krankheiten wie Diabetes (65 Prozent) oder Beziehungsproblemen in der Familie (58 Prozent) könnten solche Gruppen helfen. Bei akuten Beschwerden wie Rückenschmerzen sprachen sich allerdings nur ein Drittel der Befragten (34 Prozent) für eine Selbsthilfegruppe aus.

Das Gespräch mit anderen Betroffenen werde vor allem in der Altersgruppe der 30- bis 60-Jährigen gesucht, jüngere Patienten holten sich Rat bei Freunden oder gehen ins Internet.  Laut Umfrage hatten die meisten Befragten ihre Informationen zum Thema Selbsthilfe aus den Medien (63 Prozent) oder von Freunden (45 Prozent) erhalten.

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