News
08.07.2010
Ein Leser bewertete diesen Beitrag als interessant. Als interessant bewerten.
Beitrag versenden  |  Artikel drucken

Heilmittelausgaben der GKV steigen überdurchschnittlich

6,8 Prozent mehr im 1. Quartal 2010

Das erste Quartal 2010 bescherte den Heilmittelerbringern einen überdurchschnittlichen Umsatzzuwachs und den Gesetzlichen Krankenversicherungen erhöhte Ausgaben: 6,8 Prozent mehr musste die GKV im ersten Quartal 2010 in Heilmittel investieren. Das meldet das Bundesgesundheitsministerium zur Finanzentwicklung der Krankenkassen im 1. Quartal.

Die Leistungsausgaben der Krankenkassen sind im 1. Quartal 2010 um 4,5 Prozent je Versicherten gestiegen. Dem stand ein Zuwachs der Einnahmen von lediglich 2,8 Prozent gegenüber. In den größeren Leistungsbereichen ist die Entwicklung der Ausgaben sehr unterschiedlich verlaufen: um 4,8 Prozent je Versicherten sind die Ausgaben für Arzthonorare gestiegen. Bei den Krankenhausbehandlungen lag der Zuwachs im 1. Quartal 2010 bei 5,3 Prozent. Der Anstieg der Arzneimittelausgaben lag bei 3,9 Prozent je Versicherten. Das sind deutlich geringere Zuwächse als im Heilmittelbereich mit 6,8 Prozent.

Nur das Krankengeld mit einem Plus von 9,8 Prozent sowie die Kosten für Früherkennung und Behandlungspflege mit einem Zuwachs von mehr als 14 Prozent übertreffen das Wachstum der Heilmittelausgaben.

Die weiteren Aussichten für Inhaber von Heilmittelpraxen dürfen durchaus als positiv bezeichnet werden. Bei der Betrachtung der Finanzentwicklung im Jahresverlauf muss man bedenken, dass die Ausgaben im 1. Quartal regelmäßig niedriger sind als im Durchschnitt der folgenden drei Quartale. Wenn das auch in diesem Jahr für Heilmittel gilt, dann dürfen sich alle Praxen auf satte Umsatzsteigerungen freuen!

Tags: , , , , , , , , , , , ,

Schreiben Sie uns einen Kommentar

* = Pflichtangabe