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22.07.2010
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GKV-HIS veröffentlicht Daten

Veränderungen in den TOP 15

Das erste Quartal 2010 war für die Heilmittelbranche in Deutschland mit einem Wachstum von 14,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr das beste erste Quartal seit Bestehen des Heilmittelinformationssystems der GKV (GKV-HIS). Nicht ganz so schön ist der allgemeine Ausgabenverlauf. Hier zeigen sich im Detail erhebliche Unterschiede. Außerdem hat es Verschiebungen in der Liste der am meisten verordneten Heilmittel gegeben.

Mehr als eine Milliarde Euro Heilmittelumsatz im 1. Quartal 2010 (inkl. Zuzahlungen) – das gab es bisher nur im 1. Quartal 2007. Damals waren es allerdings fast 30 Millionen Euro weniger als in diesem Jahr. Die Summe zeigt, dass der Heilmittelmarkt nach wie vor lukrativ ist und die Umsatzraten über dem Durchschnitt der Ausgabenentwicklung liegen.

Liest man die Zuwachsraten des ersten Quartals 2010 im Vergleich zum Vorjahr, dann wird man fast schwindelig: 14,9 Prozent Wachstum im Bundesdurchschnitt, das Saarland (+2,6%), Baden-Württemberg (+3,6%) und Rheinland-Pfalz (+5,6%) wachsen nur einstellig, alle anderen zweistellig. Spitzenreiter sind Mecklenburg-Vorpommern (+21,2%), Niedersachsen (+22,8%) und auf Platz eins steht Westfalen-Lippe (+24,7%). Solche prozentualen Zuwächse sind prima, allerdings dürfte kaum eine Praxis derartige Umsatzsteigerungen im 1. Quartal verbuchen können. Die Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr sind nur deswegen so hoch, weil das 1. Quartal 2009 das zweitschlechteste Quartal seit Bestehen des GKV-HIS war. Wer also wissen will, wie sich die Umsatzzahlen wirklich entwickelt haben, verfolge die Umsatzentwicklung in den einzelnen Bundesländern.

Vergleicht man die Heilmittelausgabenentwicklung der GKV des 1. Quartals 2010 mit den Heilmittelausgaben des 4. Quartals 2009 sieht alles ganz anders aus. Dann ergibt sich im Bundesschnitt ein Rückgang der Heilmittelausgaben um 0,2 Prozent. Verlierer sind das Saarland (-10%), Rheinland-Pfalz (-9%) und Baden-Württemberg (-5,6%). Gewinner sind Niedersachsen (+3,9%), Thüringen (+6,1%) und Sachsen (+7,8%).

Den größten Zuwachs unter allen Heilmittelleistungen verbuchte erneut die „Podologische Komplexbehandlung“. Im 1. Quartal 2008 wurde diese Leistung unter den TOP 15 der Heilmittel (Umsatzstärkste Heilmittel) noch gar nicht erwähnt. Im 1. Quartal 2009 lag sie schon auf Platz 14 vor der Position KG-Gerät. Im 1. Quartal 2010 findet sich Podologie auf Platz 12 nur knapp hinter KG-ZNS-Kinder. Bleibt es bei diesem Zuwachs – und danach sieht alles aus – dürfte der Umsatz mit Podologie zum Jahresende höher sein als der Umsatz mit KG-ZNS-Kinder.

An der Spitze der TOP 15 hat es eine weitere Verschiebung gegeben. Im Gegensatz zum Vorjahr ist im ersten Quartal 2010 deutlich mehr Manuelle Therapie verschrieben worden als KG-ZNS-Erwachsene. Beim Umsatz ist der Unterschied nicht ganz so deutlich.

Service: Alle aktuellen Daten finden Sie wie gewohnt im Internet unter www.gkv-his.de oder Sie fordern diese an der Premium-Plus Hotline ab. Dort können Sie auch kostenlos konkrete Auswertungen für Ihre Region, z.B. für Ihre Arztkommunikation anfordern.

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