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09.09.2010
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Fachübergreifende Expertenrunde zum Thema Arthrose

38. Rheumatologen-Kongress in Hamburg

Auf dem 38. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) vom 15. bis 18. September in Congress Center Hamburg diskutieren Experten fachübergeifend über die Entstehung und Therapie von Arthrose. Für Physio- und Ergotherapeuten gibt es neben zahlreichen Informationsangeboten auch interessante Workshops.

In Deutschland leiden etwa fünf Millionen Menschen an Arthrose. „Diese Zahl ist alarmierend“, betont Kongress-Präsident Professor Dr. Wolfgang Rüther, Direktor des Lehrstuhls für Orthopädie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, „insbesondere vor dem Hintergrund, dass wir bislang keine wirklich zufriedenstellende Behandlung anbieten können.“

Neue Wege gemeinsam finden

Nach jüngsten Forschungsergebnissen ist Arthrose mehr als ein Gelenkverschleiß im Alter, heißt es in einer Pressemitteilung der DGRh. „Bei der Arthrose werden Reaktionsmuster und Signalwege aktiviert, wie sie normalerweise vor der Geburt auftreten – nämlich dann, wenn sich im Embryo die Knochen ausbilden“, erklärt Professor Dr. Thomas Pap, Direktor des Instituts für Experimentelle Muskoloskelettale Medizin an der Universität Münster. Während im Mutterleib jedoch intakte Knochen angelegt würden, zerstöre die Arthrose das Gelenk. Immer noch sei über die Entstehung der schmerzhaften Erkrankung zu wenig bekannt, so Pap weiter, und er fordert eine Verstärkung der Forschung: „Gemeinsam könnten Rheumatologen, Orthopäden und Naturwissenschaftler neue Wege finden, das natürliche Gelenk zu reparieren statt es lediglich durch ein künstliches zu ersetzen.“

Workshop für Physio- und Ergotherapeuten am 18. September

Das Krankheitsbild Rheuma sei so vielfältig, dass für „wegweisende anwendungsorientierte Fortschritte für die Therapie“ ein fachübergreifender Austausch aller Experten notwendig sei, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Daher tage die Gesellschaft bereits zum zweiten Mal zusammen mit der Assoziation für Orthopädische Rheumatologie (ARO) und der Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR). Der Kongress richtet sich aber auch an Physio- und Ergotherapeuten. Zwei Hamburger Ergotherapeuten werden im Workshop „Physikalische Medizin, Hilfsmittel und Rehabilitation“ am 18. September von 8 bis 16 Uhr über ihre Erfahrungen berichten. Die Tageskarte kostet bis zum 10. September 80 Euro, ab 15. September 100 Euro, der Besuch des Workshops zusätzlich 40 Euro.

Service: Das Kongressprogramm und weiterführende Informationen finden Sie im Internet unter www.dgrh-kongress.de.

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