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09.09.2010
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Australische Studie

Physiotherapie macht depressive Mütter munter

Bewegung unter Anleitung von Physiotherapeuten schützt Mütter nach der Geburt vor einem Stimmungstief und kann das Risiko einer postnatalen Depression senken. Das ist das Ergebnis einer australischen Studie, die in der Zeitschrift „Physical Therapy“, dem wissenschaftlichen Journal der American Physical Therapy Association veröffentlicht wurde.

An der weltweit ersten Studie dieser Art hatten 161 werdende Mütter teilgenommen, die vor der Geburt ihrer Kinder nicht an Depressionen litten. 62 Frauen nahmen an einem achtwöchigen „Mütter – Baby – Programm“ teil, das aus speziell auf Mütter und Babies abgestimmten Sportübungen mit einer Physiotherapeutin und einer 30minütigen Schulung für die jungen Mütter bestand. 73 Frauen erhielten nur schriftliches Schulungsmaterial, 26 Frauen machten weder Sport noch eine Schulung.

„Unsere Ergebnisse zeigten deutliche Verbesserungen des seelischen Wohlbefindens im Vergleich zur Kontrollgruppe“, berichtete Studienleiterin Emily Norman von der Abteilung Physiotherapie der University of Melbourne. Die Anzahl der Mütter mit einem erhöhten Risiko zur postnatalen Depression sei um die Hälfte gesunken. Dieser positive Effekt habe auch noch einen Monat nach Kursende angehalten.

Weltweit leiden 13 Prozent aller jungen Mütter nach der Geburt an Stimmungsschwankungen, meist in den ersten drei Monaten. Diese können aber bis zu einem Jahr andauern.

Abstract unter: http://ptjournal.apta.org/cgi/content/short/90/3/348

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