Wissen könnte helfen
Ach nöööö, was muss man denn da lesen??? In Zukunft keine Erstattung mehr für Homöopathiekosten. Das fordert jedenfalls SPD-Politiker Karl Lauterbach und entfacht damit eine heiße Diskussion um Kostensenkung im Gesundheitswesen. Die einen schwadronieren über Zusatzleistungen, die anderen schreien nach Evidenz.
Nun gut, zum Aufreger der Woche reicht das Thema wohl nicht ganz – es ist schließlich allgemein bekannt, dass ohne Evidenz in unserem Gesundheitswesen nichts läuft. Aber ein Wehmutstränchen könnte man schon verdrücken, denn selbst in den Köpfen der Schulmediziner war bereits ein Ansatz von Umdenken in Sachen alternative Heilmethode zu spüren.
Wird nun alles aus dem Leistungskatalog geschmissen, was seine Wirksamkeit am Patienten nicht wissenschaftlich belegen kann, bleibt WAS genau übrig???? Erlaubt man sich den Spaß und denkt das kleine Horrorkabinett genüsslich weiter, kommt man unweigerlich zu der Frage: wie war das noch mal mit der Evidenz in Sachen Physiotherapie? Prof. Dr. Gerd Glaeske vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen forderte bereits im Gespräch mit up Studien, Studien, Studien. Wer das bezahlen soll, ist nach wie vor unklar.
Was also tun? Punchingball zum Frustablassen in der Praxis aufhängen? Gelassenheit demonstrieren? Abwarten und Tee trinken? Wie wär´s mit konstruktiver Arbeit an der Front? Patientenaufklärung heißt das Stichwort. Denn schlussendlich entscheidet der Patient darüber, welche Leistungen er in Anspruch nehmen möchte und wofür er aus eigener Tasche zahlen will. Wer nicht nur am eigenen Körper fühlt: „Jepp -wird besser“, sondern auch versteht, warum das so ist, der wird sich von Kostensenkungen nicht weiter beeindrucken lassen.
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