Berlin
Berlin ist die Heilmittel-Hauptstadt, denn solche Zuwachsraten wie dort gibt es sonst nirgendwo und so unglaublich komfortable Vorab-Praxisbesonderheiten wird man nicht noch einmal finden. Die Heilmittelausgaben 2012 in Berlin wachsen um rund neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Logopädie und Ergotherapie gelten weiterhin als Vorab-Praxisbesonderheiten.
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Spätestens 15 Wochen nach dem Ende eines Quartals müssen die Krankenkassen die ungeprüften Abrechnungsdaten der Heilmittelerbringer als Statistik liefern, in dem so genannten GKV Heilmittel-Informations-System (GKV-HIS). Die gerade vorgelegten Zahlen bestätigen, was bereits die Zahlen aus dem Bundesgesundheitsministerium angedeutet hatten: Das zweistellige Wachstum im ersten Halbjahr ist gebremst. Übrig bleibt zum Ende des dritten Quartals aber trotzdem ein überdurchschnittliches Wachstum von fast sieben Prozent.
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Der Deutsche Bundestag hat am 01.12.2011 das „Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-VStG)“ beschlossen. Für Heilmittelerbringer bringt dieses Gesetz wichtige Veränderungen: Chronisch Kranke werden leichter Heilmittel-Verordnungen bekommen, die sogenannten Vorab-Praxisbesonderheiten werden bundesweit vereinheitlicht, Ärzte bekommen bei Überschreiten der Richtgrößen eine zweijährige Schonfrist und Zuwendungen an verordnende Ärzte sind zukünftig verboten.
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Die Finanzentwicklung der GKV ist in den ersten neun Monaten 2011 deutlich besser verlaufen als im vergangenen Jahr. Doch der Zuwachs bei den Heilmitteln schwächt sich deutlich ab und liegt nur noch bei sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das ist aber immer noch mehr als die durchschnittliche Steigerung der Leistungsausgaben, die mit 2,5 Prozent Wachstum deutlich geringer wachsen als die Heilmittel.
Bei der diesjährigen Vereinbarung zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und dem GKV-Spitzenverband über die Heilmittelausgaben 2012 wurden ungewöhnlich hohe Zuwächse vereinbart. Mindestens 4,5 Prozent sollen die Heilmittelausgaben wachsen. Wenn auf Landesebene gut verhandelt wird, sind noch mal zusätzlich zwei bis vier Prozent drin. Das ist auch dringend notwendig, denn vielen Ärzten wird bei den tatsächlichen Zuwächsen in diesem Jahr von rund 10 Prozent ein Heilmittelregress drohen.
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„Versorgung der Demenz als gesellschaftliche Herausforderung“ lautet das Thema einer Fachtagung der ZENO Executive Conferences am 17. November in Berlin. Experten werden über den Status Quo der psychischen Erkrankung informieren sowie über Probleme und Lösungsansätze diskutieren. Die kostenlose Tagung ist auch für Therapeuten interessant.
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Geht es nach dem Willen des Bundesgesundheitsministeriums, dann wird das neue „Versorgungsstrukturgesetz“ zu Beginn des kommenden Jahres 2012 in Kraft treten. Doch davor hat das Gesetzgebungsverfahren die Anhörung des Bundestagsausschusses für Gesundheit zum geplanten Gesetz gesetzt, die jetzt stattgefunden hat. Die für Heilmittelerbringer wichtigen Änderungen wurden durchgängig positiv bewertet.
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Die gerade veröffentlichten Zahlen des Heilmittel-Informations-System der GKV (GKV-HIS) müssten den verordnenden Ärzten eigentlich richtig Angst machen. Denn das Heilmittel – Umsatz – Wachstum ist im 1. Halbjahr 2011 so hoch, dass man sich ernsthaft fragen muss, wann die Regress-Keule von den Kassen aus dem Sack gelassen wird. Für alle Heilmittelerbringer gibt es viel Freude über guten Umsatzzuwachs von mehr als 9 Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr 2010.
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In manchen Bundesländern dauert es etwas länger bis sich KVen und Kassen auf die Heilmittelrichtgrößen einigen. Über den Sommer hat es hinsichtlich der Heilmittel-Richtgrößen 2011 neue Ergebnisse in Berlin, Thüringen und in Schleswig-Holstein gegeben. In Schleswig-Holstein gab es zusätzlich auch noch Änderungen zu den Vorab-Praxisbesonderheiten.
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