Evidence Based Medicine
Das Thema Harninkontinenz war eine der großen Überraschungen des BARMER GEK Heil- und Hilfsmittelreport 2011. Circa sechs bis acht Millionen Menschen in Deutschland seien von einer Harninkontinenz betroffen, so die Ergebnisse. Die Behandlung erfolge in erster Linie durch Arznei- und Hilfsmittel. Nur zwei Prozent der Gesamtausgaben werden für physiotherapeutische Maßnahmen aufgewendet. „Eine dramatische Fehlversorgung“, stellen die Autorinnen Martina Grosch und Claudia Kemper fest, die nur durch zeitnahe therapeutische Intervention behoben werden könne.
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Den Heilmittel-Katalog inhaltlich überarbeiten, mehr Physiotherapie anstelle von Medikamenten und Operationen verordnen, Elektrotherapie bei den richtigen Indikationen einsetzen und die Studienlage im Bereich der Heilmittel dringend verbessern! Das sind die zentralen Forderungen der Autoren des Heil- und Hilfsmittelreport 2011, den das Zentrum für Sozialpolitik (ZeS) an der Universität Bremen für die Barmer GEK erstellt hat und der am 21. September in Berlin vorgestellt wurde.
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Zusammen mit der gesetzlichen Krankenkasse BIG direkt gesund hat der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten – IFK e.V. ein Modellprojekt auf den Weg gebracht, das für mehr Autonomie in der Physiotherapie sorgen soll. Ein Schritt in die richtige Richtung, der allerdings statt nach vorne auch nach hinten führen könnte.
Heilmittelerbinger klagen häufig über zu wenig verordnete Behandlungszeit. Die Physiotherapeuten entscheiden in dem Projekt selbst über Dauer und Frequenz der Behandlung. Gibt es noch weitere Entscheidungspunkte?
Die Verordnung einer indikationsgerechten Therapie setzt eine eingehende Untersuchung, Diagnostik, Auswählen der geeigneten Therapie sowie das Berücksichtigen von Kontraindikationen voraus und ist damit eine originäre ärztliche Aufgabe, da sie einer umfassenden medizinischen Ausbildung bedarf, die nicht nur den therapeutischen Teilaspekt der Physiotherapie umfasst.
Was Logopäden bereits aus der Praxis kennen, ist nun wissenschaftlich bewiesen: Singen macht Kinder schlau. Das ist das zentrale Ergebnis einer umfangreichen Studie mit 500 Kindergartenkindern. Von 100 Kindern, die viel sangen, wurden 88 als schulfähig eingestuft, bei den wenig singenden Kindern dagegen nur 44.
Die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) “Kreuzschmerz” ist veröffentlicht und steht ab sofort im Internet zum Download bereit. Die Leitlinie, an der unter anderem auch der ZVK mitgearbeitet hat, empfiehlt ausdrücklich keine Krankengymnastik bei akutem, nicht spezifischem Kreuzschmerz. Angelika Heck-Darabi vom Kompetenzzentrum Wissenschaft, Forschung, Aus-, Fort- und Weiterbildung im ZVK, begründete diese Empfehlung gegenüber up.
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Nach Ansicht des Bundesrechnungshofes soll die Qualität von Präventionskursen in Zukunft nicht mehr von den einzelnen Krankenkassen überprüft werden, sondern von einer zentralen Qualitätssicherungsstelle. Das empfiehlt der Bundesrechnungshof in seinem jetzt veröffentlichten „Bemerkungen 2010 zur Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes“.
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4,7 Prozent aller Kinder im Alter bis 13 Jahren erhielten laut Barmer GEK Heil- und Hilfsmittel-Report 2010 Physiotherapie. Das gab die Barmer GEK jetzt in einer Pressemitteilung bekannt. Als häufigste Diagnose sind Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems. Davon machen rund 47 Prozent Rückenbeschwerden aus. Physiotherapie in der Palliativmedizin ist nach wie vor noch unterentwickelt.
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Krise war gestern. Die Medica (17. bis 20. November in Düsseldorf) wird in diesem Jahr großen Andrang erleben. Besonders der Bereich „Orthopädietechnik und Physiotherapie“ erweist sich als Boom-Sparte.
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