Gesundheitsreform
Die BARMER-GEK scheint so richtig Spaß an der Sache mit der Evidenz bekommen zu haben. Erst forderte sie im Zusammenhang mit dem Heil-und Hilfsmittelreport mehr Studien über die Wirksamkeit von Heilmitteln (wir berichteten), jetzt sollen die Kassen mehr Geld bekommen für die Versorgungsforschung. 100 Millionen Euro für alle Kassen hielt BARMER Vorstand Dr. Rolf-Ulrich Schlenker anlässlich des 10. Kongress für Versorgungsforschung in Köln für angemessen.
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Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat jetzt konkrete Eckpunkte für das kommende Versorgungsgesetz vorgelegt. Hauptsächlich geht es darin um die bessere ärztliche Versorgung der Landbevölkerung. Doch auch für Heilmittelerbringer dürfte der Gesetzentwurf von erheblicher Bedeutung sein, denn geplant sind auch eine neue Regelung zur Richtgrößenprüfung bei Heilmittelverordnungen und ein gesetzliches Verbot der Zahlungen von Heilmittelerbringern an zuweisende Ärzte.
So richtig mag man es nicht glauben: Die Regeln für die Wirtschaftlichkeitsprüfungen von Heilmittelverordnungen sollen so geändert werden, dass chronisch Kranke endlich die Versorgung bekommen, die sie benötigen, ohne dass ein Arzt um sein Honorar fürchten muss. Das ist doch mal ein vernünftiger Ansatz bei einem vollkommen unvernünftigen Vorgang, der Heilmittelbudgetierung.
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Gut für Leistungserbringer – schlecht für GKV-Mitglieder: Im nächsten Jahr wird genug Geld zur Verfügung stehen, ohne dass die Kassen Verluste machen. Das hat jetzt der Schätzerkreis des Bundesversicherungsamtes festgestellt.
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Schokolade, Chips und Co – herrlich. Ab und zu sündigt jeder gern. In Zukunft könnte sich das aber direkt auf den Kontostand auswirken. Denn der CDU Abgeordneten Marco Wanderwitz forderte jetzt: Dicke sollen für Ihre Gesundheit zahlen! „Es muss die Frage erlaubt sein, ob die immensen Kosten, die zum Beispiel durch übermäßigen Esskonsum entstehen, dauerhaft aus dem solidarischen System beglichen werden können“, sagte er der Bild-Zeitung.
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Der Patientenombudsverein im Norden hat ein Konzept vorgelegt, das eine solidarische Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung ermöglichen soll. Es unterscheidet sich in wichtigen Punkten vom Konzept von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler.
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Wer sich gefragt hat, wie schnell man sich nach der Bundestagswahl als Leistungsanbieter auf grundlegende Veränderungen einstellen muss, den beruhigt die neue/alte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Eine von der neuen Regierungskoalition geplante Gesundheitsreform könnte frühestens 2011 in Kraft treten.
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