Hamburg
Mehr als 82 Millionen Euro sind trotz eines vereinbarten Heilmittelbudgets in Deutschland nicht verordnet worden. Das ist das Ergebnis der gerade veröffentlichten Daten zur Ausgabenentwicklung des Heilmittelbereichs. Demnach wurde in neun von 16 KVen das Heilmittelausgabenvolumen zum Teil erheblich unterschritten.
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78 Millionen Euro hat die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) 2009 mehr für Heilmittel ausgegeben als im Vorjahr. Das entspricht einem prozentualen Zuwachs von 2,2 Prozent. Nur in Bayern und Niedersachsen sind die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) gerät drei Jahre nach ihrem Start erneut in die Kritik. Grund: Im kommenden Jahr steht die Entscheidung an, ob das Projekt von der Modell- in die Regelversorgung überführt wird.
Wenn Ärzte sich nicht nur auf das Heilen beschränken, sondern vorbeugend an der Gesunderhaltung der Menschen arbeiten, sind Therapeuten unverzichtbar. Dies zeigen Pioniermodelle wie „Gesunde Kinzigtal“ – jetzt stehen weitere Regionen in den Startlöchern.
Therapeuten müssen sich darauf einstellen, dass die klassischen Grenzen zwischen den Sektoren wegfallen. Leistungsanbieter, die bislang nur stationär tätig waren, schaffen Behandlungsketten oder treten in Konkurrenz zu niedergelassenen Therapeuten und Ärzten.
„Das hat mir richtig gut getan“, seufzt Gudrun Wöllner, „Sie machen das immer so schön!“ Solche Komplimente hören Therapeuten oft von ihren Patienten. Doch „gut“ und „schön“ reichen nicht aus, um die Qualität von Therapie und Praxis nachzuweisen. Qualitätsmanagement in Heilmittelpraxen scheint noch in den Kinderschuhen zu stecken, obwohl ringsherum im Gesundheitswesen das Thema längst mit viel Aufwand in die Praxis umgesetzt wird.
Heilmittelerbringer sind verpflichtet, die Qualitätsforderungen des SGB V umzusetzen. Ob das bereits der Fall ist und wie Qualitätsmanagement (QM) in Heilmittelpraxen umgesetzt wird, wollten fünf Studierende der Fachhochschule Kiel wissen. Sie führten im Rahmen ihres Studiums eine Studie durch und befragten Heilmittelpraxen aus Schleswig-Holstein und Hamburg.
Fingierte Behandlungen, manipulierte Rezepte, und vor allem unzulässige Kooperationen zwischen Ärzten und Anbietern von Heil- und Hilfsmitteln – all das stand in diesem Jahr im Mittelpunkt der Tagung “Betrug und Korruption im Gesundheitswesen” der KKH-Allianz in Hannover.
Die alarmierenden Zahlen, die das Statistische Bundesamt meldet, müssen auch Praxisinhaber aufhorchen lassen: Die Bevölkerung im Osten Deutschlands wird bis 2060 deutlich schneller schrumpfen als im Westen. In 50 Jahren werden dort rund 37 Prozent weniger Menschen leben als im Jahr 2008 und gut jeder Dritte wird 65 und älter sein.
Lange Wartezeiten, überfüllte Krankenhausflure – das Image von Krankenhäusern ist nicht gerade das Beste. Die Patienten sehen das allerdings nicht so dramatisch, wie eine Umfrage der AOK Rheinland/Hamburg jetzt zeigt.
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