Hessen
Die gerade veröffentlichten Zahlen des Heilmittel-Informations-System der GKV (GKV-HIS) müssten den verordnenden Ärzten eigentlich richtig Angst machen. Denn das Heilmittel – Umsatz – Wachstum ist im 1. Halbjahr 2011 so hoch, dass man sich ernsthaft fragen muss, wann die Regress-Keule von den Kassen aus dem Sack gelassen wird. Für alle Heilmittelerbringer gibt es viel Freude über guten Umsatzzuwachs von mehr als 9 Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr 2010.
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Umsatzwachstum in jedem Bundesland und für jedes Fachgebiet – das ist die Zusammenfassung der soeben veröffentlichten Daten des Heilmittel-Informations-Systems der Krankenkassen (GKV-HIS). Über 124 Millionen Euro mehr Heilmittelumsatz wurde im 1. Quartal 2011 mit den Kassen abgerechnet. Das entspricht einem Zuwachs von genau 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
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So viel Umsatz hat die Heilmittelbranche noch nie gemacht: Mehr als 4,4 Milliarden Euro Einnahmen konnten Heilmittelerbringer in 2010 verbuchen. Das entspricht einem Wachstum von 8,9 Prozent und ist der höchste jemals ausgewiesenen Umsatz im Heilmittel-Informations-System der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-HIS), das seit 2004 jedes Quartal differenzierte Verordnungsdaten aus der Heilmittelbranche liefert.
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Rückwirkend zum 01. Mai 2010 erhöhen sich die Preise für ambulante ergotherapeutische Leistungen in Hessen. Das berichtet der Deutsche Verband der Ergotherapeuten e.V. (DVE) in einer Pressemitteilung.
259 Millionen Euro sind als Heilmittelausgabenvolumen in Hessen für das Jahr 2010 vereinbart worden. Damit liegen die Planzahlen für dieses Jahr deutlich über den Ist-Zahlen von 2009 (229 Mill. Euro). Das spiegelt sich auch in den Richtgrößen wieder, die um 6,19 Prozent angehoben werden, bei Kinderärzten sogar um mehr als 20 Prozent.
Das Verwaltungsgericht Wiesbaden hat entschieden, dass Physiotherapeuten eine sektorale Heilpraktikererlaubnis von ihrem zuständigen Gesundheitsamt verlangen können, ohne die Heilpraktikerprüfung abzulegen.
In Niedersachen, Nordhessen und Mittelfranken arbeiten Therapeuten und Ärzte in Aktionskreisen zusammen, um die Richtgrößen- oder Durchschnittswertprüfung abzuschaffen: Ärzte sollen angstfrei verordnen können und Patienten ausreichend mit Heilmitteln versorgt sein, ohne zu Bittstellern in den Praxen zu werden.
Das Heilmittelausgabenvolumen im Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen steigt gegenüber 2008 um 2,9 Prozent auf insgesamt über 242 Millionen Euro. Die Richtgrößen für Heilmittel werden mit kleinen Schwankungen um rund 1,9 Prozent angehoben, die Praxisbesonderheiten gelten wie in 2008.
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