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Fragt man sich, was die Aufgabe einer Krankenkasse ist, dann scheint die zuvorderst das Sparen zu sein. Anders lässt sich der Versuch der Krankenkassen, chronisch Kranke systematisch von der Heilmitteltherapie abzuhalten, nicht erklären.
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In seinem aktuellen Bericht 2011 zeigt der Bundesrechnungshof finanzielle Missstände und Einsparpotential unter anderem auch für das Gesundheitswesen auf. Bei dem forschenden Blick auf die gesetzlichen Krankenkassen stellte sich dabei heraus, dass eine Kasse einen Mietvertrag über 15 Jahre für ein Bürogebäude mit 20.000 Quadratmetern abgeschlossen hatte. Davon benötigte die Kasse selbst nur 8.000 Quadratmeter – der Rest wurde nicht etwa weitervermietet, sondern stand leer. Schaden: satte sechs Millionen Euro.
Heilmittel sind oft sinnvoller als Medikamente, Operationen und Hilfsmittel! Das musste endlich mal gesagt werden. Gedacht haben das alle Heilmittelerbringer schon oft, aber so deutlich und öffentlichkeitswirksam, wie Prof. Dr. Gerd Glaeske dies bei der Veröffentlichung des diesjährigen Heil- und Hilfsmittelreports der BARMER GEK formuliert hat, wurde diese Tatsache wohl noch nie ausgesprochen.
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Die Zahlen der DAK belegen eindrücklich, dass inzwischen die verschiedenen Maßnahmen der Früherkennung greifen und die Ärzteschaft leitlinienorientiert verordnet. Die Versorgung der Versicherten ist verbessert, Sprachtherapie findet in einem Zeitfenster statt, in dem das kindliche Gehirn am empfänglichsten für sprachlichen Input ist, Sekundärfolgen unbehandelter oder zu spät behandelter Spracherwerbsstörungen werden vermieden.
„Sollten wir nicht mal anfangen, uns auf Augenhöhe zu treffen?“, fragt der junge Mann in dem aktuellen Werbespot der ERGO Versicherungsgruppe. Doch so schön die Hochglanzheilewelt der Werbung auch ist, sie hält selten, was sie verspricht. Konsultiert ein Privatpatient, der bei der DKV (der Krankenversicherung in der ERGO-Gruppe) versichert ist, nämlich einen Therapeuten, der mehr kostet als das, was die Kasse für „angemessen“ oder „ortsüblich“ hält, ist das Gejaule groß. Die Kasse will nicht erstatten, verweist auf zahlreiche Gerichtsurteile und lamentiert über viel zu teure Therapeuten. Dann gibt es einfach weniger oder kein Geld! Von wegen „Augenhöhe“!
Rehasport gilt seit Jahren als sanfter Einstieg in das medizinische Gerätetraining. Jedenfalls gehört Rehasport in das Spektrum der Argumentation fast eines jeden Vertriebsmitarbeiters, der Physiotherapiepraxen mit Trainingsgeräten ausstatten will. Mit geringem Aufwand sollen die Anbieter des Rehasports es schaffen, mindestens ein Viertel der Teilnehmer dazu motivieren, im Anschluss an das Rehasportraining ein Selbstzahlerabonnement im medizinischen Trainingsbereich abzuschließen. Diese „bezahlte Akquisephase“ fällt jetzt also zum 01.1.2011 für alle neuen Rehasportverordnungen weg.
Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Artikel ist.
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Einmal tief in die Beitragszahlertasche gegriffen, ´ne Kassenprämie hinzu gezaubert und schon steht die sogenannte „Gesundheitsreform“ des Bundesgesundheitsministers Philipp Rösler. In Wirklichkeit handelt es sich aber bloß um die Sicherstellung der Finanzierung eines untauglichen Systems. Dennoch – von den neuen Einnahmen profitieren werden vor allem die Leistungserbringer im Gesundheitswesen, also auch alle Inhaber von Logopädie-, Physio- und Ergotherapiepraxen.
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Gerüchte sind wie Ohrwürmer: hat man sie einmal gehört, schwirren sie im Hinterkopf herum und sind nur schlecht zu vertreiben. Da nützt kein Ohrenjucken und kein Kopfschütteln. Aber manchmal hilft nachfragen. Haben wir mal gemacht. Das ist so schön pragmatisch. Nachdem die Zahl von 2.700 strittigen Fällen, die in Sachen Rezeptabsetzung angeblich bei der AOK Niedersachsen vorliegen sollen, in der therapeutischen Gerüchteküche über dem Verbandskessel munter vor sich hin köchelte, wollten wir wissen: Jetzt mal konkret, liebe AOK: wieviele strittige Fälle gibt es denn nun wirklich?
Neulich hat mich ein Arzt angeschrieben, ob er auch für private Heilmittelverordnungen in Regress genommen werden könne. Über meine verneinende Antwort war er sehr froh.
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