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	<title>unternehmen praxis - up-aktuell.de &#187; Saarland</title>
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	<description>Praxismanagement für Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie</description>
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		<title>Mehr Heilmittel für jeden – wie lange noch?</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 18:50:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Buchner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://www.up-aktuell.de/wp-content/uploads/2011/10/Wachstum-in-FB-sehr-unterschiedlich.jpeg" alt="" width="168" height="119" />Die gerade veröffentlichten Zahlen des Heilmittel-Informations-System der GKV (GKV-HIS) müssten den verordnenden Ärzten eigentlich richtig Angst machen. Denn das Heilmittel - Umsatz - Wachstum ist im 1. Halbjahr 2011 so hoch, dass man sich ernsthaft fragen muss, wann die Regress-Keule von den Kassen aus dem Sack gelassen wird. Für alle Heilmittelerbringer gibt es viel Freude über guten Umsatzzuwachs von mehr als 9 Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr 2010.</p>
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			<content:encoded><![CDATA[<h2>GKV-HIS Daten für 1. Halbjahr zeigen weiter starkes Wachstum</h2>
<h1>Mehr Heilmittel für jeden – wie lange noch?</h1>
<p><strong>Die gerade veröffentlichten Zahlen des Heilmittel-Informations-System der GKV (GKV-HIS) müssten den verordnenden Ärzten eigentlich richtig Angst machen. Denn das Heilmittelumsatz-Wachstum ist im 1. Halbjahr 2011 so hoch, dass man sich ernsthaft fragen muss, wann die Regress-Keule von den Kassen aus dem Sack gelassen wird. Für alle Heilmittelerbringer gibt es viel Freude über guten Umsatzzuwachs von mehr als 9 Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr 2010.</strong><span id="more-16107"></span></p>
<p><img class="alignright" src="http://www.up-aktuell.de/wp-content/uploads/2011/10/Wachstum-in-FB-sehr-unterschiedlich.jpeg" alt="" width="400" height="283" />Über 200 Millionen Euro mehr Heilmittelumsatz als im Vorjahreshalbjahr wurde in Deutschland mit den Gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet. Das entspricht einem Zuwachs von 9,28 Prozent. Zuwachsgewinner sind wieder die Podologen (+27,4%) und Logopäden (+21,9%), während das Wachstum bei den Ergotherapeuten (+9%) und Physiotherapeuten (+7,2%) zwar deutlich schwächer ist, aber trotzdem noch auf hohem Niveau bleibt.</p>
<h3>Physiotherapie mit großen regionalen Unterschieden</h3>
<p>Die Umsatzzuwächse für den Bereich der Physiotherapie sind regional sehr unterschiedlich. Berlin (+3,8%), Baden-Württemberg (+4,6%) und das Saarland (+5,2%) sind die Wachstums-Schlusslichter, während Rheinland-Pfalz (+11%), Sachsen-Anhalt (+14,6%) und Bremen (+16,4%) die Spitzengruppe darstellen. Insgesamt wurden im 1. Halbjahr 2011 mehr als 116 Millionen Euro mehr Physiotherapie-Leistungen abgerechnet als im Vorjahreshalbjahr.</p>
<h3>Logopädie in allen KVen zweistellig gewachsen</h3>
<p>Wie auf einem anderen Stern wirkt dagegen das Wachstum der Logopäden: „Schlusslichter“ sind hier Bayern (+14,3%), Sachsen (+15,7%) und Thüringen (+16,1%). Die Top-Länder sind Hessen (+27,2%), Hamburg (+32,6%) und Berlin (34,9%). Im 1. Halbjahr. 2011 wurden insgesamt über 46 Millionen Euro mehr Logopädie-Leistungen abgerechnet als im Vorjahr.</p>
<h3>Ergotherapie entwickelt sich uneinheitlich</h3>
<p>Die Ergotherapeuten müssen, ähnlich wie die Physiotherapeuten, mit großen regionalen Unterschieden leben. So fällt das Wachstum am schwächsten in Baden-Württemberg (+3,5%), im Saarland (+3,8%) und in Sachsen (+4,3%) aus. Dagegen sieht man in Hamburg (+14,7%), Nordrhein (+15,3%) und Bremen (+15,4%) die Entwicklung mit großer Freude. Rund 27 Millionen Euro Ergotherapieleistungen wurden im 1. Halbjahr 2011 mehr abgerechnet als im Vorjahr.</p>
<h3>Regionale Unterschiede nehmen langsam ab</h3>
<p>Auffällig ist, dass sich die Heilmittelumsätze je 1.000 Versicherte langsam näher kommen. Zwar ist der Unterschied zwischen Hamburg (44,7 TEURO) und Westfalen-Lippe (25,5 TEURO) erheblich und medizinisch nicht nachvollziehbar, trotzdem lässt sich beobachten, dass sich die Heilmittelumsätze in den Bundesländern ganz langsam auf den Durchschnitt hin bewegen. Inzwischen sind die Heilmittelumsätze je 1.000 Versicherte in Bayern und Niedersachsen fast genauso hoch wie der Bundesdurchschnitt (34,5 TEURO).</p>
<p>Jetzt darf man auf die nächsten Monate gespannt sein. Im Oktober sollten die Kassen und die KVen die Heilmittelausgabenvolumen für 2012 veröffentlichen. Hoffentlich werden dann die erheblichen nicht geplanten Umsatzsteigerungen in diesem Jahr in die Planzahlen für 2012 mit eingearbeitet. Dann dürften die KVen langsam anfangen, ihre Ärzte darauf aufmerksam zu machen, dass zu viele Heilmittel verordnet werden. Außerdem ist zu erwarten, dass im letzten Quartal die ersten Regressandrohungen für das Jahr 2010 verschickt werden. Mal sehen, in wie weit das Einfluss auf den Heilmittelumsatz im 2. Halbjahr 2011 haben wird.</p>
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		<title>Heilmittel im Dauerhoch</title>
		<link>http://www.up-aktuell.de/news/2011/07/heilmittel-im-dauerhoch-15358.html</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 16:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Buchner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://www.up-aktuell.de/wp-content/uploads/2011/07/2011_Bestes_erstes_Quartal.jpeg" alt="" width="168" height="119" />Umsatzwachstum in jedem Bundesland und für jedes Fachgebiet – das ist die Zusammenfassung der soeben veröffentlichten Daten des Heilmittel-Informations-Systems der Krankenkassen (GKV-HIS). Über 124 Millionen Euro mehr Heilmittelumsatz wurde im 1. Quartal 2011 mit den Kassen abgerechnet. Das entspricht einem Zuwachs von genau 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.</p>
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			<content:encoded><![CDATA[<h2>GKV-HIS Zahlen 1. Quartal 2011</h2>
<h1>Heilmittel im Dauerhoch</h1>
<p><strong>Umsatzwachstum in jedem Bundesland und für jedes Fachgebiet – das ist die Zusammenfassung der soeben veröffentlichten Daten des Heilmittel-Informations-Systems der Krankenkassen (GKV-HIS). Über 124 Millionen Euro mehr Heilmittelumsatz wurde im 1. Quartal 2011 mit den Kassen abgerechnet. Das entspricht einem Zuwachs von genau 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.<span id="more-15358"></span></strong></p>
<p><img class="alignright" src="http://www.up-aktuell.de/wp-content/uploads/2011/07/2011_Bestes_erstes_Quartal.jpeg" alt="" width="400" height="283" />Im Herbst vergangenen Jahres hatten Kassen und Ärzte vereinbart, dass die Heilmittelausgaben in 2011 um rund 140 Millionen Euro wachsen können. Allein im ersten Quartal 2011 sind die Heilmittelumsätze um 124 Millionen Euro gestiegen. Aufgrund der Zuzahlung der Patienten entspricht das einem Ausgabenzuwachs für Heilmittel der GKV von rund 113 Millionen Euro &#8211; mit Sicherheit zu viel, um so den Rest des Jahres weiterzumachen. Dennoch, der Trend für Heilmittelumsätze scheint nur eine Richtung zu kennen, nämlich nach oben. Zwölf Prozent Wachstum in einem Quartal in absoluten Zahlen ist schon beeindruckend. Nimmt man die Heilmittelausgaben je 1.000 Versicherte beträgt das Wachstum sogar 12,4 Prozent.</p>
<h3><strong>Bundesweites Wachstum </strong></h3>
<p>Ein Wachstum, das diesmal in ganz Deutschland zu beobachten ist und mit einem Zuwachs von „nur“ fünf Prozent für Physiotherapie in Berlin anfängt und bis deutlich über 40 Prozent Zuwachs für Logopädie (Rheinland-Pfalz) und Podologie (Hamburg) endet.</p>
<p>Bundesweit ist die Podologie mit 28,9 Prozent (5,6 Mill. €) Zuwachs wiederum Wachstumsgewinner, dicht gefolgt von den Logopäden mit 27,1 Prozent (26,5 Mill. €). Die Ergotherapeuten erreichen mit einem Wachstum von 12,3 Prozent (17,6 Mill. €) gerade knapp den Durchschnitt, während die Physiotherapeuten mit 9,6 Prozent (74,5 Mill. €) wiederum unterdurchschnittlich wachsen. Diese unterschiedlichen Wachstumsgeschwindigkeiten spiegeln sich auch der TOP-15-Liste wieder: Im Vorjahr lagen die Logopäden mit der 45-Minuten-Behandlung noch deutlich hinter der ergotherapeutischen sensomotorisch/perzeptiven Behandlung. Jetzt liegen diese beiden Leistungen gleichauf und die Logopäden werden vermutlich noch in diesem Jahr die Ergotherapeuten vom Platz zwei der Liste verdrängen. Die Position KGG (KG am Gerät) ist im Gegensatz zum Vorjahr nun Schlusslicht der Liste und die Podologie hat erwartungsgemäß mehr Umsatz gemacht als die Position KG-ZNS-Kinder (Platz 11).</p>
<h3><strong>Umsätze verteilen sich auf immer mehr Praxen</strong></h3>
<p>Die Frage mancher Heilmittelerbringer, wo denn bitte dieser Umsatz geblieben ist, lässt sich nur indirekt beantworten. Zum einen dürften Existenzgründungen nach wie vor eine große Rolle bei der Entwicklung der Heilmittelumsätze spielen. Die Hürden einer Praxiseröffnung sind so niedrig, dass es Jahr für Jahr auch frische Berufsanfänger dazu treibt, sich selbstständig zu machen. Dabei wird bevorzugt neu gegründet. So nimmt die Anzahl der Praxen seit Jahren zu und der Mehrumsatz verteilt sich auf deutlich mehr Leistungserbringer. Dazu kommen Ausgründungen von Ärzten, mehrheitlich Orthopäden, die eigene Praxen aufmachen. Dort wird Heilmittelumsatz abgewickelt, der auf Verordnungen basiert, die nur deshalb ausgestellt werden, weil der Umsatz in der eigenen Tasche bleibt.(bu)</p>
<p><strong><span class="UProt">Ganz konkret</span>:</strong> Praxisinhaber können die Zahlen der eigenen Praxis mit den Zahlen ihres Fachbereichs und Bundeslandes vergleichen. Dazu nimmt man die Zahlen auf der Internetseite <a href="http://www.gkv-his.de/" target="_blank">www.gkv-his.de</a> oder lässt sich die Daten an der <em>up-premium plus Hotline</em> geben. Sieht die Entwicklung in der eigenen Praxis deutlich anders aus als der Trend aus dem GKV-HIS, kann man analysieren, woran das liegt. Verhalten sich bestimmte Zuweiser anders als sonst? Sind Umsätze von bestimmten Ärzten ausgeblieben? Dann könnte man mit den betreffenden Ärzten sprechen und klären, woran das liegt. Solche Informationsgespräche machen auch dann Sinn, wenn man den ausgefallenen Umsatz durch andere Zuweiser kompensieren konnte.</p>
<p><strong class="UProt">Regress-Prophylaxe:</strong> Bei so heftigen Umsatzzuwächsen wird es nicht lange dauern, bis die Krankenkassen und KVen wieder die Regress-Keule aus dem Schrank holen und den Ärzten Angst vor der Wirtschaftlichkeitsprüfung machen. Daher ist es sehr sinnvoll, mit den Ärzten darüber zu sprechen, wie man Verordnungen „regresssicher“ ausstellt. Ein angemessenes Berichtswesen unterstützt solche Aktivitäten. Außerdem sollte jeder Therapeut die Vorab-Praxisbesonderheiten seines KV-Gebietes kennen. Diese Informationen findet man im Internet unter <a href="http://www.heilmittel-regress.de/" target="_blank">www.heilmittel-regress.de</a> oder lässt sich die Informationen von der <em>up-premium plus Hotline</em> zumailen.</p>
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		<title>Mehr Heilmittel gab es noch nie!</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 20:30:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Buchner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://www.up-aktuell.de/wp-content/uploads/2011/04/GKV_HIS_2010_So_viel_Heilmitte_webl.jpg" alt="" width="168" height="119" />So viel Umsatz hat die Heilmittelbranche noch nie gemacht: Mehr als 4,4  Milliarden Euro Einnahmen konnten Heilmittelerbringer in 2010 verbuchen.  Das entspricht einem Wachstum von 8,9 Prozent und ist der höchste  jemals ausgewiesenen Umsatz im Heilmittel-Informations-System der  Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-HIS), das seit 2004 jedes Quartal  differenzierte Verordnungsdaten aus der Heilmittelbranche liefert.</p>
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			<content:encoded><![CDATA[<h2>GKV-HIS Zahlen für 2010 veröffentlicht</h2>
<h1>Mehr Heilmittel gab es noch nie!</h1>
<p><strong>So viel Umsatz hat die Heilmittelbranche noch nie gemacht: Mehr als 4,4 Milliarden Euro Einnahmen konnten Heilmittelerbringer in 2010 verbuchen. Das entspricht einem Wachstum von 8,9 Prozent und ist der höchste jemals ausgewiesenen Umsatz im Heilmittel-Informations-System der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-HIS), das seit 2004 jedes Quartal differenzierte Verordnungsdaten aus der Heilmittelbranche liefert.</strong><span id="more-14269"></span></p>
<p><img class="alignright" src="http://www.up-aktuell.de/wp-content/uploads/2011/04/GKV_HIS_2010_So_viel_Heilmitte_webl.jpg" alt="" width="400" height="283" />Das Wachstum der einzelnen Fachgruppen in der Heilmittelbranche 2010 im Vergleich zu 2009 kann sich sehen lassen. Spitzenreiter sind die Logopäden und Sprachtherapeuten mit einen Zuwachs von rund 19 Prozent, gefolgt von den Ergotherapeuten mit 9,5 Prozent und den Physiotherapeuten, die immerhin noch fast 7 Prozent Umsatzwachstum verbuchen können. Die heimlichen Gewinner sind die Podologen mit einem Zuwachs von 33 Prozent, die allerdings aufgrund der geringen Abrechnungssummen nicht wirklich mit den anderen Fachbereichen verglichen werden können.</p>
<p>Auffallend sind die erheblichen Unterschiede der Umsatzentwicklung sowohl in den Regionen, als auch in den einzelnen Fachgruppen. Bei den Logopäden wird für den Bereich der KV Hamburg ein Zuwachs von rund 44 Prozent vermeldet. In allen anderen Bundeländern wird mindestens zweistellig zugelegt, nur im Saarland bleibt man mit 7 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 19 Prozent.</p>
<p>Die Physiotherapeuten verlieren in Baden-Württemberg über eine Million Euro Umsatz, das entspricht einem Rückgang von 0,3 Prozent. Dafür wachsen Hamburg und Niedersachsen um über 14 Prozent. Das ewige Schlusslicht Westfalen-Lippe holt mit 8,45 Prozent Wachstum nur langsam auf.</p>
<p>Die Ergotherapeuten wachsen am stärksten in Niedersachsen (+17,7%), Hamburg (+16,6%) und Westfalen-Lippe mit 13,8 Prozent. Schlusslicht sind auch hier das Saarland (+1,7%) und Baden-Württemberg (+2,8%).</p>
<p>Veränderungen gibt es auch in der Top-15-Liste der Heilmittelverordnungen. Massagen verlieren, Manuelle Therapie und Podologie wachsen weiter.</p>
<p>Stellt man die Heilmittelausgabenvolumina für 2010 den tatsächlichen Ausgaben der GKV gegenüber, ergeben sich für einige KV Gebiete erhebliche Regressgefahren: Niedersachsen, Sachsen, Thüringen, Berlin und Sachsen-Anhalt haben deutlich mehr Heilmittel verordnet als vereinbart. In Hamburg lebt man immer noch mit dem Heilmittelausgabenvolumen von 2008, das mit den Ausgaben von 2010 zu 50 Prozent überschritten wird!</p>
<p>Die Ärzte in Bremen, im Saarland, in Hessen und Brandenburg haben wie schon im Vorjahr das Heilmittelausgabenvolumen nicht ausgenutzt und einige Millionen Euro, die für Heilmittel vorgesehen waren, nicht ausgegeben.</p>
<p>Diesen Zahlen werden wir in der nächsten Printausgabe von <em>unternehmen praxis</em> mit Grafiken und Tabellen detailliert erläutern. Wer jetzt schon auf die Originaldaten zugreifen möchte, findet die aktuellen Zahlen wie immer unter www.gkv-his.de.</p>
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		<title> Formal korrekt durch die Urlaubszeit</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 15:37:02 +0000</pubDate>
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		<title> So handhaben Sie Terminprobleme</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 15:36:23 +0000</pubDate>
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		<title>Veränderungen in den TOP 15</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 19:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Buchner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Das erste Quartal 2010 war für die Heilmittelbranche in Deutschland mit  einem Wachstum von 14,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr das beste erste  Quartal seit Bestehen des Heilmittelinformationssystems der GKV  (GKV-HIS). Nicht ganz so schön ist der allgemeine Ausgabenverlauf. Hier  zeigen sich im Detail erhebliche Unterschiede. Außerdem hat es  Verschiebungen in der Liste der am meisten verordneten Heilmittel  gegeben.</p>
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			<content:encoded><![CDATA[<h2>GKV-HIS veröffentlicht Daten</h2>
<h1>Veränderungen in den TOP 15</h1>
<p><strong>Das erste Quartal 2010 war für die Heilmittelbranche in Deutschland mit einem Wachstum von 14,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr das beste erste Quartal seit Bestehen des Heilmittelinformationssystems der GKV (GKV-HIS). Nicht ganz so schön ist der allgemeine Ausgabenverlauf. Hier zeigen sich im Detail erhebliche Unterschiede. Außerdem hat es Verschiebungen in der Liste der am meisten verordneten Heilmittel gegeben.</strong><span id="more-10960"></span></p>
<p>Mehr als eine Milliarde Euro Heilmittelumsatz im 1. Quartal 2010 (inkl. Zuzahlungen) &#8211; das gab es bisher nur im 1. Quartal 2007. Damals waren es allerdings fast 30 Millionen Euro weniger als in diesem Jahr. Die Summe zeigt, dass der Heilmittelmarkt nach wie vor lukrativ ist und die Umsatzraten über dem Durchschnitt der Ausgabenentwicklung liegen.</p>
<p><img class="alignright" src="http://www.up-aktuell.de/wp-content/uploads/2010/07/Balken_2_D_GKV_HIS_BUND_Heilmittel_allgemein_aktuell_geordnet_us_web.jpg" alt="" width="400" height="231" />Liest man die Zuwachsraten des ersten Quartals 2010 im Vergleich zum Vorjahr, dann wird man fast schwindelig: 14,9 Prozent Wachstum im Bundesdurchschnitt, das Saarland (+2,6%), Baden-Württemberg (+3,6%) und Rheinland-Pfalz (+5,6%) wachsen nur einstellig, alle anderen zweistellig. Spitzenreiter sind Mecklenburg-Vorpommern (+21,2%), Niedersachsen (+22,8%) und auf Platz eins steht Westfalen-Lippe (+24,7%). Solche prozentualen Zuwächse sind prima, allerdings dürfte kaum eine Praxis derartige Umsatzsteigerungen im 1. Quartal verbuchen können. Die Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr sind nur deswegen so hoch, weil das 1. Quartal 2009 das zweitschlechteste Quartal seit Bestehen des GKV-HIS war. Wer also wissen will, wie sich die Umsatzzahlen wirklich entwickelt haben, verfolge die Umsatzentwicklung in den einzelnen Bundesländern.</p>
<p>Vergleicht man die Heilmittelausgabenentwicklung der GKV des 1. Quartals 2010 mit den Heilmittelausgaben des 4. Quartals 2009 sieht alles ganz anders aus. Dann ergibt sich im Bundesschnitt ein Rückgang der Heilmittelausgaben um 0,2 Prozent. Verlierer sind das Saarland (-10%), Rheinland-Pfalz (-9%) und Baden-Württemberg (-5,6%). Gewinner sind Niedersachsen (+3,9%), Thüringen (+6,1%) und Sachsen (+7,8%).</p>
<p>Den größten Zuwachs unter allen Heilmittelleistungen verbuchte erneut die „Podologische Komplexbehandlung“. Im 1. Quartal 2008 wurde diese Leistung unter den TOP 15 der Heilmittel (Umsatzstärkste Heilmittel) noch gar nicht erwähnt. Im 1. Quartal 2009 lag sie schon auf Platz 14 vor der Position KG-Gerät. Im 1. Quartal 2010 findet sich Podologie auf Platz 12 nur knapp hinter KG-ZNS-Kinder. Bleibt es bei diesem Zuwachs – und danach sieht alles aus – dürfte der Umsatz mit Podologie zum Jahresende höher sein als der Umsatz mit KG-ZNS-Kinder.</p>
<p>An der Spitze der TOP 15 hat es eine weitere Verschiebung gegeben. Im Gegensatz zum Vorjahr ist im ersten Quartal 2010 deutlich mehr Manuelle Therapie verschrieben worden als KG-ZNS-Erwachsene. Beim Umsatz ist der Unterschied nicht ganz so deutlich.</p>
<p class="UPkasten">
<p><span class="UProt">Service: </span>Alle aktuellen Daten finden Sie wie gewohnt im Internet unter<a href="http://www.gkv-his.de" target="_blank"> www.gkv-his.de</a> oder Sie fordern diese an der Premium-Plus Hotline ab. Dort können Sie auch kostenlos konkrete Auswertungen für Ihre Region, z.B. für Ihre Arztkommunikation anfordern.</p>
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		<title>82 Millionen ungenutztes Heilmittelbudget in 2009</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 18:14:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Buchner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mehr als 82 Millionen Euro sind trotz eines vereinbarten  Heilmittelbudgets in Deutschland nicht verordnet worden. Das ist das  Ergebnis der gerade veröffentlichten Daten zur Ausgabenentwicklung des  Heilmittelbereichs. Demnach wurde in neun von 16 KVen das  Heilmittelausgabenvolumen zum Teil erheblich unterschritten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Regressangst torpediert vereinbarte Versorgungsziele</h2>
<h1>82 Millionen ungenutztes Heilmittelbudget in 2009</h1>
<p><strong>Mehr als 82 Millionen Euro sind trotz eines vereinbarten Heilmittelbudgets in Deutschland nicht verordnet worden. Das ist das Ergebnis der gerade veröffentlichten Daten zur Ausgabenentwicklung des Heilmittelbereichs. Demnach wurde in neun von 16 KVen das Heilmittelausgabenvolumen zum Teil erheblich unterschritten.<span id="more-9429"></span></strong></p>
<p>Das Heilmittelinformationssystem der <a href="http://www.GKV-HIS.de" target="_blank">GKV</a> hat Mitte März die aktuellen Verordnungsdaten für das Jahr 2009 veröffentlicht. Stellt man die Ausgaben der Kassen (GKV) den in den jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) vereinbarten Heilmittelausgabenvolumen gegenüber, kann man erkennen, wie viel geplante Heilmittelausgaben nicht genutzt wurden. Spitzenreiter ist wie schon in den Vorjahren die KV Bremen, in deren Einzugsbereich 18,7 Prozent des Heilmittelausgabenvolumens von den Ärzten nicht verordnet wurde. Es folgen Schleswig-Holstein (-7,8%), Westfalen-Lippe (-6%), Hessen (-5,2%), Nordrhein (-4,5%), Niedersachsen (-3,3%), Saarland (-2,7%), Mecklenburg-Vorpommern (-2,2%) und Bayern (-0,4%).</p>
<p>Rechnet man die Differenz zwischen tatsächlichen und geplanten Ausgaben von allen oben genannten KVen zusammen, dann kommt man auf den überraschend hohen Betrag von mehr als 82 Millionen Euro, die die Ärzte hätten verschreiben können, es aber aus Angst vor individuellen Regressen nicht getan haben.</p>
<p>Dafür haben andere KVen deutlich mehr ausgegeben als geplant. Hamburg (+27,5%), Berlin (+22,1%), Sachsen-Anhalt (+21%) und Thüringen (+12,8%) sind die wirklichen Ausreißer nach oben. Baden-Württemberg (+5,2%), Sachsen (+2%), Brandenburg (+1,4%) und Rheinland-Pfalz (+0,5%) haben dagegen nur leichte Überschreitungen zu vermelden.</p>
<p>Verrechnet man die Unter- und Überschreitungen des Heilmittelausgabenvolums auf Bundesebene, liegen die Heilmittelausgaben insgesamt rund 35 Millionen Euro über den vereinbarten Plänen. Das entspricht ziemlich genau einer Überschreitung der Heilmittelbudgets um lediglich 1 Prozent.</p>
<p class="UPkasten">
<p><span class="UProt">Ganz konkret</span>: Praxisinhaber, die ihre Praxis in einem KV Gebiet mit Unterschreitungen haben, sollten ihre Ärzte schnellstmöglich über die Datenlage informieren. Erfahrungsgemäß informieren die KVen ihre Mitglieder meist mit deutlicher Verzögerung. Deshalb können Therapeuten hier doppelt auftrumpfen: Aktuelle und gute Nachrichten!</p>
<p><a href="http://www.up-aktuell.de/wp-content/uploads/2010/04/Heilmittelausgabenvolumen.jpg"><img class="size-full wp-image-9768 alignleft" title="Heilmittelausgabenvolumen" src="http://www.up-aktuell.de/wp-content/uploads/2010/04/Heilmittelausgabenvolumen.jpg" alt="" width="578" height="399" /></a></p>
<p><a href="http://www.up-aktuell.de/wp-content/uploads/2010/04/Heilmittelausgabenvolumen.jpg"><br />
</a></p>
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		<title>Entspannte Verordnungssituation im Saarland</title>
		<link>http://www.up-aktuell.de/news/2010/03/entspannte-verordnungssituation-im-saarland-9074.html</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 19:08:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Buchner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit einem Heilmittelausgabenvolumen in Höhe von mehr als 51 Millionen  Euro haben sich die KV Saarland und die GKV auf ein Ausgabenvolumen für  Heilmittel festgelegt, dessen Einhaltung nach den Ist-Zahlen der  Vorjahre überhaupt keine Probleme machen dürfte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Heilmittelvereinbarung und Richtgrößen veröffentlicht</h2>
<h1>Entspannte Verordnungssituation im Saarland</h1>
<p><strong>Mit einem Heilmittelausgabenvolumen in Höhe von mehr als 51 Millionen Euro haben sich die KV Saarland und die GKV auf ein Ausgabenvolumen für Heilmittel festgelegt, dessen Einhaltung nach den Ist-Zahlen der Vorjahre überhaupt keine Probleme machen dürfte.</strong><span id="more-9074"></span></p>
<p>Für nur 47 Millionen Euro haben Saarländische Ärzte in 2008 Heilmittel verordnet. Damit dürfte für die meisten Ärzte die Regressangst im Saarland gebannt sein. Die aus dem Heilmittelausgabenvolumen abgeleiteten Richtgrößen machen Chirurgen (+18%) und Kinderärzte (+6,39%) zu den Gewinnern. Orthopäden und Allgemeinärzte wachsen nur um rund 3 bis 4 Prozent.</p>
<p>Die sogenannten Vorab-Praxisbesonderheiten haben sich nicht verändert und sind in der „Anlage 2 der Prüfvereinbarung vom 01.07.2008“ festgehalten. Sie beschreiben auf zwei engbeschriebenen Seiten eine ganz Reihe von Indikationen aus allen Heilmittelbereichen, die „extrabudgetär“ sind.</p>
<p class="UPkasten">
<p><span class="UProt">Service:</span> Alle Vereinbarungen und Richtgrößen der KV Saarland finden Sie wie immer auf <a href="http://www.heilmittel-regress.de/KV-Saarland" target="_blank">www.heilmittel-regress.de/KV-Saarland</a>. Dort können Sie ebenfalls das Richtgrößen-Controlling-Tool mit den aktuellen Saarländischen Daten für 2010 für Ihre Ärzte herunterladen.</p>
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		<title>Leistungserbringer im Fahndungsvisier</title>
		<link>http://www.up-aktuell.de/news/2010/02/leistungserbringer-im-fahndungsvisier-8876.html</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 17:26:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Beneker</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Fingierte Behandlungen, manipulierte Rezepte, und vor allem unzulässige Kooperationen zwischen Ärzten und Anbietern von Heil- und Hilfsmitteln - all das stand in diesem Jahr im Mittelpunkt der Tagung "Betrug und Korruption im Gesundheitswesen" der KKH-Allianz in Hannover.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Korruption im Gesundheitswesen</h2>
<h1>Leistungserbringer im Fahndungsvisier</h1>
<p><strong>Fingierte Behandlungen, manipulierte Rezepte, und vor allem unzulässige Kooperationen zwischen Ärzten und Anbietern von Heil- und Hilfsmitteln &#8211; all das stand in diesem Jahr im Mittelpunkt der Tagung &#8220;Betrug und Korruption im Gesundheitswesen&#8221; der KKH-Allianz in Hannover.<span id="more-8876"></span></strong></p>
<p>Derzeit beobachte man verstärkt, dass einzelne Ärzte sich mit einem Trick am Gewinn zum Beispiel von Sanitätshäusern oder Hörgeräteakustikern beteiligen und dort gezielt ihre Patienten hinschicken, hieß es. Dazu gründen sie über ihren Ehepartner oder einen Treuhänder eine GmbH und verschleiern so, dass sie finanziell davon profitieren. Diese Form der Zusammenarbeit zieht offenbar immer größere Kreise. &#8220;Teilweise bieten Treuhänder Ärzten ihre Dienste zur Gründung einer GmbH systematisch und offensiv an&#8221;, berichtete Ingo Kailuweit, Chef der KKH-Allianz.</p>
<p>Der neue Weg über die GmbH ist auch Wettbewerbshütern ein Dorn im Auge: &#8220;Wenn ein Arzt Patienten ohne hinreichenden Grund an einen bestimmten Anbieter verweist, verstößt er gegen das Berufsrecht&#8221;, sagt Peter Brammen, juristischer Assessor bei der Wettbewerbszentrale in Hamburg &#8211; jedenfalls dann, wenn er damit Geld verdient. Brammen: &#8220;Ein Arzt darf durch seine Verordnungs- und Empfehlungspraxis keine Zusatzverdienste erzielen.&#8221;</p>
<h3>Dunkelziffer ist hoch</h3>
<p>Die Dunkelziffer sei erheblich, die KKH-Zahlen spiegelten nur einen geringen Teil, hieß es. Im Jahr 2009 hat die KKH-Allianz insgesamt in 228 Fällen gegen Krankengymnasten und Physiotherapeuten ermittelt &#8211; sie ermittelte damit häufiger als andere Kassen. In 128 Fällen gingen die Ermittler gegen Ärzte vor. Im Bereich der häuslichen Pflege gab es 81 Fälle zu verzeichnen. Es folgen Apotheker (67 Fälle) und Zahnärzte (37 Fälle).</p>
<p>Die größte Schadenssumme im Jahr 2009 verursachten Betrugsfälle von Apothekern mit 270.000 Euro, gefolgt von unzulässiger Zusammenarbeit zwischen den Leistungserbringern mit 121.000 Euro und stationären Krankenhausfällen mit 92.000 Euro.</p>
<p>Unter anderem wegen der wachsenden Beteiligung der Hilfsmittelanbieter ist auch die Bundesinnung für Hörgeräteakustiker (biha) aktiv geworden. Dass sich HNO-Ärzte an Geschäften von Hörgeräteakustikern beteiligen, sei illegal, hieß es. &#8220;Wir lehnen Geschäftsmodelle wie die HNO-Ärzte-GmbH ethisch, moralisch und juristisch ab&#8221;, sagte Jakob Stephan Baschab, Hauptgeschäftsführer der Innung.</p>
<p>Matthias Braasch von der Uni Gießen spricht gar von regelrechten Erpressungsversuchen. &#8220;Zum Teil setzen Ärzte Apotheker, Optiker, Hebammen, Physiotherapeuten oder Hörgeräteakustiker damit unter Druck, dass sie ihren Patienten von den entsprechenden Anbietern abraten, wenn diese nicht dafür zahlen, dass Patienten geschickt werden.&#8221; Die Palette der Leistungen sei sehr groß, so Braasch: „Studien zufolge ist etwa im Saarland jede siebte Apotheke verwickelt und jeder achte niedergelassene Arzt.“</p>
<h3>Kooperationen sind erlaubt</h3>
<p>Natürlich sind solche Praktiken durch die ärztliche Berufsordnung untersagt. &#8220;Der Paragraf 128 SGB V hat dieses Verbot sogar juristisch gesehen auf eine neue Stufe gehoben&#8221;, erklärte Matthias Braasch. Jetzt müssen die Krankenkassen Verdachtsfälle prüfen und die Staatsanwaltschaft informieren. Selbst Empfehlungen eines Optikers, Sanitätshauses oder eines Therapeuten durch den Arzt können ihn in die Bredouille bringen. Selbst auf Nachfrage des Patienten ist eine solche Empfehlung „wettbewerbsrechtlich nicht legal“, erklärte Braasch, „auch wenn der Patient in der Regel dankbar ist für solche Hilfestellungen.“</p>
<p>Aber es gibt auch Kooperationen zwischen Ärzten und Anbietern, die durch den Paragrafen 128 SGB V neuerdings erlaubt sind. &#8220;Der Arzt muss nun seine Mitwirkung an der Hilfsmittelversorgung mit der Kasse vertraglich regeln&#8221;, erläutert Peter Brammen von der Wettbewerbszentrale, &#8220;dann wird aber die Kasse den Arzt bezahlen und sie muss den Vertrag der Ärztekammer melden.&#8221; Nach der Gesetzesänderung im SGB V sei eine so geregelte, gezielte Zuweisung eines Patienten zum Beispiel zu einem bestimmten Physiotherapeuten nur dann möglich, „wenn ein hinreichender Grund vorliegt“, erklärte Braasch, „zum Beispiel eine medizinische Indikation für deren Behandlung der Physiotherapeut über ein entsprechendes Alleinstellungsmerkmal verfügt.“</p>
<p>Durch die Neuregelung sei immerhin der &#8220;verkürzte Versorgungsweg&#8221; als Einfallstor für Betrug zurückgegangen, berichtete Baschab. Zum Beispiel hätten früher manche HNO-Ärzte Patienten erklärt, sie könnten etwa die Anpassung des Hörgerätes gleich in der Praxis machen lassen. Viele Patienten hielten sich dann an ihren Arzt, und der kassierte einen Abschlag von &#8220;seinem&#8221; Akustiker &#8211; und verdiente so am Gerät mit. Auch hier hätten Ärzte teils massiven Druck ausgeübt, damit die Anbieter mitmachen. &#8220;Mit diesem verbotenen Bezahl-Modell wurde das Vertrauensverhältnis von Arzt und Patienten zum finanziellen Vorteil des Arztes ausgenutzt&#8221;, sagte Baschab. Die vorgeschriebene Trennung von medizinischen und gewerblichen Leistungen sei damit klar durchbrochen worden.</p>
<p>Paragraf 128 im SGB V hat den verkürzten Versorgungsweg durch die Genehmigungspflicht stark zurück gehen lassen, hieß es, aber mit den Arzt-Hilfsmittelanbieter-GmbH haben die schwarzen Schafe offenbar wieder ein Schlupfloch gefunden.</p>
<p>Lesen Sie dazu auch den Artikel &#8220;<a href="http://www.up-aktuell.de/tipps/2009/07/arzte-durfen-therapeuten-empfehlen-2-6930.html" target="_blank">Ärzte dürfen Therapeuten empfehlen</a>&#8220;.</p>
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		<item>
		<title>Heilberufe wünschen eine eigene Lobby</title>
		<link>http://www.up-aktuell.de/news/2009/11/heilberufe-wunschen-eine-eigene-lobby-5685.html</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 13:27:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Schnack</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Pflege]]></category>
		<category><![CDATA[Saarland]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Kein Heilberuf hat eine so große Lobby wie die Ärzte. Dies ist auch auf die funktionierende ärztliche  Selbstverwaltung zurück zu führen. Die Pflegeberufe haben dies erkannt – und wollen den Medizinern nun nacheifern.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Sind Berufsordnungen der erste Schritt zur eigenen Pflegekammer?</h2>
<h1>Heilberufe wünschen eine eigene Lobby</h1>
<p><strong>Kein Heilberuf hat eine so große Lobby wie die Ärzte. Dies ist auch auf die funktionierende ärztliche  Selbstverwaltung zurückzuführen. Die Pflegeberufe haben dies erkannt – und wollen den Medizinern nun nacheifern. </strong><span id="more-5685"></span></p>
<p>Wenn Ärzte darüber klagen, dass ihre Vorstellungen politisch kein Gehör finden, staunen andere Gesundheitsberufe in aller Regel. Denn kaum ein anderer Beruf kann so viele Forderungen durchsetzen wie die Mediziner. Viele Physiotherapeuten und andere Berufe aus dem Gesundheitswesen schauen deshalb mitunter neidisch auf die effektive Lobbyarbeit der Ärzte.</p>
<p>Obwohl sie in den eigenen Reihen gern kritisiert werden, tragen auch die Ärztekammern zum Erfolg der Lobbyarbeit bei. Die Pflegeberufe haben dies längst begriffen und streben vergleichbare Strukturen an. Den ersten Schritt gehen sie derzeit durch die Einführung von Berufsordnungen. Nach Bremen und Saarland hat jüngst auch Hamburg eine Berufsordnung für Pflegekräfte verabschiedet. Die Berufsordnung regelt erstmals Aufgaben und Pflichten aus den Bereichen Pflegeplanung, Organisation, Dokumentation und Evaluation. Auch eine Fort- und Weiterbildungspflicht wurde eingeführt.</p>
<p>Was unter Ärzten heftig umstritten war, macht Pflegekräfte stolz, wie die Pflegedirektorin Christiane Kallenbach aus dem Hamburger Diakonie-Klinikum betonte. Denn künftig können sich die Pflegekräfte genauso wie die Ärzte Fortbildungspunkte für die besuchten Veranstaltungen gutschreiben lassen. „Es ist wichtig, dass da etwas ebenbürtiges zu den Ärzten geschaffen wurde“, sagte Kallenbach. Flächendeckende Kontrollen und Sanktionen für fehlende Fortbildungspunkte sind nicht festgeschrieben. Für Kallenbach ist die Berufsordnung aber auch ein Dokument, „das deutlich macht, was wir den Patienten schuldig sind und welche Qualität Pflege haben muss“. Pflegeexpertin Ingrid Smerdka-Arhelger sieht den Hauptvorteil einer Berufsordnung darin, dass Aufgaben und Kompetenzen nach innen und außen verdeutlicht werden. Smerdka-Arhelger hofft zugleich, dass Arbeitgeber nun die Fortbildung für Pflegekräfte stärker in den Fokus rücken. Bislang haben Kliniken nach ihrer Beobachtung bei knappen Mitteln oft als erstes an den Bildungsbudgets ihrer Mitarbeiter gespart.</p>
<h3>Keine Einführung ohne Initiative aus dem Beruf</h3>
<p>Unter Pflegeexperten gelten die Berufsordnungen als Meilenstein auf dem Weg zur eigenen Pflegekammer. Ob und wann es dazu kommen wird, ist noch offen. Eine Vertreterin der Hamburger Gesundheitsbehörde machte deutlich, dass dazu auch der klare Wunsch der Basis zählt: „Wir werden nichts einführen ohne die Initiative aus dem Beruf.“</p>
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