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Hessen: Nur 80 von 1.000 Praxen in Regress

Hessen: Nur 80 von 1.000 Praxen in Regress

Von 1.000 in diesem Sommer angedrohten Heilmittelregressen im Gebiet der Kassenärzlichen Vereinigung (KV) Hessen werden im Dezember vermutlich genau 80 Ärzte tatsächlich in Regress genommen.

Seit dem Sommer haben manche Ärzte in Hessen ihre Unterlagen minutiös durchforscht, um einem drohenden Heilmittelregress zu entgehen. Offensichtlich mit Erfolg: Ende November verkündete der Prüfungsausschuss offiziell, dass es sich in den meisten Fällen um Praxisbesonderheiten handelte. Nur 400 Praxen wurden überhaupt geprüft, von denen es in knapp 80 Fällen voraussichtlich in diesem Monat zum Regress kommt.
Auf den durch die Regressandrohung bei den betroffenen Ärzten ausgelösten Aufruhr angesprochen, meinte Josef Mayer, Vorsitzender des Prüfungsausschusses in Hessen: »Es ist allein Sache der KV Hessen und der Landesverbände der Krankenkassen, sich auf Vereinbarungen zu einigen, die das Richtgrößenprüfverfahren entbehrlich machen.« Selbst Mayer als Vorsitzender des Prüfungsausschusses hält die Richtgrößenprüfung für “unbefriedigend”.
Dass es auch anders geht, wird z.B. in Bayern deutlich. Dort einigten sich die Vertragspartner für 2008 erneut nicht auf Richtgrößen, sodass weiterhin nach Durchschnittswerten geprüft wird. Andere KVen vereinbarten umfangreiche Vorab-Praxisbesonderheiten mit den Kassen, um Szenen wie jetzt in Hessen von vornherein zu vermeiden.

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