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Für 2005 kein Heilmittelregress in Mecklenburg-Vorpommern

Für 2005 kein Heilmittelregress in Mecklenburg-Vorpommern

Im Herbst 2007 wurden 750 Mediziner wegen vermeintlicher Budgetüberschreitungen in 2005 vom Prüfungsausschuss abgemahnt. Jetzt steht fest: Kein einziger der abgemahnten Ärzte wurde in Regress genommen!

Die Prüfeinrichtung der Ärzte und Krankenkassen hatte in Mecklenburg-Vorpommern erstmals die Ausgaben für Heilmittel unter die Lupe genommen. Das Ergebnis war für Ärzte, Patienten und Therapeuten verheerend: 750 niedergelassene Ärzte wurden für das Jahr 2005 mit Regressforderungen belegt. Kein Wunder, dass die Ärzte das Verschreiben von Heilmitteln drastisch einschränkten.
Jetzt wurde bekannt, dass kein einziger Arzt tatsächlich in Regress genommen wurde. Wie immer ist die Datenlage der Krankenkassen so schlecht, dass die Regressforderungen schlicht nicht durchzusetzen sind. Aber mit der Regressandrohung wurde das politische Ziel in Mecklenburg-Vorpommern erreicht – die Heilmittelverordnungen nahmen drastisch ab.
Die Konsequenz aus diesem und vergleichbaren Fällen in anderen KV-Gebieten ist ganz offensichtlich. Nur mit einer offenen Kommunikation gegenüber den verordnenden Ärzten lassen sich die oft jeder Substanz entbehrenden Drohgebärden von Krankenkassen und Prüfungsausschuss entkräften. Leider wissen viele Ärzte immer noch nicht, was Heilmittelkosten und wie hoch die Zuzahlungen sind, dass formal nicht korrekt ausgefüllte Verordnungen zu einer unmittelbaren In-Regressnahme führen können, et cetera – viele Themen, die Therapeuten den verordnenden Ärzten näherbringen können.
Service: praxiswissen24-Kunden können ihre Seminarpunkte dazu nutzen, um an einem Heilmittelregress-Seminar teilzunehmen. Weitere Informationen zu Ort und Zeit erhalten Sie bei der Hotline.

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