Heilmittel-Wirtschaftsbericht 2018 veröffentlicht

vom: 12.04.2018

460 Millionen Menschen können weltweit ohne ärztliche Verordnung einen Physiotherapeuten aufsuchen – aber nicht in Deutschland!

Die Heilmittelbranche in Deutschland ist in Bedrängnis: Die Bundesagentur für Arbeit bestätigt akuten Fachkräftemangel, die Honorare hinken deutlich hinter der Entwicklung anderer Leistungserbringer hinterher, die Gehälter für angestellte Therapeuten sind weit unter dem Durchschnitt und wie viel Heilmittel ein GKV-Versicherter bekommt, hängt nicht etwa von seiner Erkrankung, sondern von seinem Wohnort ab!

Der Heilmittel-Wirtschaftsbericht 2018 untersucht erstmals die Bürokratiekosten, die Heilmittelpraxen aufgrund gesetzlicher und vertraglicher Vorgaben der GKV entstehen. Demnach müssen Praxen in Deutschland ca. eine Milliarde Bürokratiekosten im Jahr finanzieren, das entspricht rund 56 Arbeitstagen für Bürokratie in jeder der ca. 70.000 Heilmittelpraxen in Deutschland.

Obwohl Heilmittelerbringer deutlich mehr Umsatz als z. B. die Fitnessbranche machen, der viertgrößte Arbeitgeber des Gesundheitswesens sind und aufgrund ihres besonderen Leistungsspektrums auf eine weitere positive Entwicklung blicken können, scheint die Branche noch nicht für aktuelle und zukünftigen Herausforderungen gerüstet. Die bestehenden Reformen reichen bei weitem nicht aus, um die strukturellen und finanziellen Probleme der Branche zu lösen. So zeigt der Heilmittel-Wirtschaftsbericht auf, welche Reformen dringend notwendig sind, um den Versicherten in Deutschland die Möglichkeit zu geben, Therapeuten direkt und ohne Umweg über ärztliche Verordnungen nutzen zu können.

Hinweis: up-Abonnenten können den Heilmittel-Wirtschaftsbericht 2018 kostenlos als Datei über ed.ll1544846736eutka1544846736-pu@n1544846736oitka1544846736der1544846736 anfordern.

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