Ausgabe up 7-2018

Die Jacke passt nicht mehr! Lösungsorientiertes Gespräch der IGThera-SH e.V. mit Frau Dr. med. Marret Bohn von den Grünen am 24.05.2018 im Kieler Landeshaus

vom: 08.06.2018

Ein Gastbeitrag von Swanhild Priestley für die IGThera-SH e.V.

Frau Dr.med. Marret Bohn und die Interessengemeinschaft Therapeuten Schleswig-Holstein e.V. sind sich einig: Schulgeldfreiheit und Patientenversorgung müssen verbessert werden – ein langfristiges Ziel kann die Kammer für alle Therapeuten sein, als Basis für den Direktzugang, sowie verbindliche Selbst- und Mitbestimmungsrechte!

Frau Bohn und ihr Team von den Grünen im schleswig-holsteinischen Landtag empfingen die Vertreter der IGThera-SH um Swanhild Priestley sehr herzlich mit den Worten „Bei uns laufen Sie offene Türen ein“. Und so war es auch tatsächlich: Frau Bohn hörte uns in Ruhe zu und arbeitete von Anfang an lösungsorientiert, indem Sie jedes der von uns benannten Probleme einzeln aufgriff und eine Antwort auf die Frage suchte: was kann Politik hier tun?

Hier verstand sie sehr klar, dass die Schulgeldbefreiung in Schleswig-Holstein allen Beteiligten auf den Nägeln brennt und keinen Aufschub mehr duldet. Der Sozialausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtages führt aktuell eine Expertenanhörung zur Schulgeldfreiheit durch. Die Ergebnisse werden hoffentlich eine Orientierung für eine zeitnahe Umsetzung geben.

Hausbesuche

Als weiteren Punkt erkannte Frau Bohn, dass den Patienten, die dringend einen Hausbesuch brauchen und diesen nicht erhalten, unbürokratisch geholfen werden muss. Wir hatten hier als Beispiel einen Patienten aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde erwähnt, der wegen schwerer Wassereinlagerungen in den Beinen dringend Lymphdrainage als Hausbesuch benötigt und von 21 ansässigen Therapiepraxen abgelehnt worden war.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Landtagfraktion hält es für erforderlich,  die Krankenkassen auf das Problem hinzuweisen. Das Krankheitsbild eines im Hause nicht versorgten schwer kranken Patienten kann sich so schnell verschlechtern, dass er im Krankenhaus behandelt werden muss. Womöglich auch noch auf der Intensivstation. Das wäre eine große Belastung für den Patienten und die Angehörigen. Auch der Kostenfaktor würde in keinem Verhältnis stehen. Das Ziel sollte sein, dass die Behandlung eines Patienten im Hause keinen wirtschaftlichen Verlust für die Therapiepraxis darstellt.

Bürgerbeauftragter als Ansprechpartner für Praxen und Patienten

Außerdem hält Frau Bohn den Aufruf der IGTherapie an die Therapiepraxen, sich bei grundlegenden Problemen an das Büro der Bürgerbeauftragten für soziale Angelegenheiten zu wenden, für eine gute Idee. Das heißt konkret, dass die Praxen die Patienten, die nicht fristgerecht oder gar nicht versorgt werden können, sich mit ihrem Anliegen direkt an den zuständigen Mitarbeiter im Team der Bürgerbeauftragten, Herrn Nowak  wenden können ( Telefon  0431 988-1234 hstl.1544911334gatdn1544911334al@ka1544911334woN.n1544911334aitsi1544911334rhC1544911334 ) . Herr Nowak wird versuchen, diesen Patienten unbürokratisch zu helfen und die Anfragen zu sammeln. Das wird hoffentlich dazu führen, dass deutlich wird, wie groß die Not ist. (Weitere Informationen dazu auf www.igthera-sh.de oder über  ed.hs1544911334-areh1544911334tgi@o1544911334fni1544911334 )

Berufskammer ein Muss

Frau Bohn hat gegen den Widerstand von CDU und FDP in der Jamaika-Koalition die Einrichtung der Pflegeberufekammer in Schleswig-Holstein durchgesetzt. Auch hat sie ein offenes Ohr dafür,  dass die Berufsangehörigen der Gesundheitsfachberufe ihre eigenen Belange selber regeln möchten. Diese größtmögliche Befreiung von Fremdbestimmung könnte durch die Installation einer Berufskammer umgesetzt werden.

Der Rat von Frau Bohn an die Therapeuten: Nicht lockerlassen, Geduld haben, immer wieder in Gespräche, auch gerade mit den „noch-nicht-Kammer-Freunden“  und für Aufmerksamkeit sorgen! Dies seien die Dinge, die Politiker dazu bewegen können, etwas zu bewegen!

Jetzt handeln!

Das Zeitfenster, indem wir etwas für unseren Berufsstand und unsere Zukunft tun können, hat sich jetzt aufgetan. Da der Fachkräftemangel wirklich rasant ansteigt und der Druck wächst, ist jetzt die Zeit für grundlegende Veränderungen:

Die Jacke passt nicht mehr – ziehen wir sie aus und suchen wir uns selbst die Jacke, die uns jetzt passt, wo wir als Berufsstand erwachsen geworden sind!

(Bild: v.l. Carsten Keil, Beate Schnoor, Marret Bohn, Swanhild Priestley)

Bildnachweis: IGThera-SH

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