Ausgabe up 7-2018 | Rubrik Politik

GKV: Mehrkosten für Arbeitgeber ab 2019 – Bundeskabinett beschließt paritätische Finanzierung der Kassenbeiträge

vom: 07.06.2018

Ab 2019 zahlen Arbeitgeber und Beschäftigte die Beiträge zur Krankenversicherung zu gleichen Teilen. Das Bundeskabinett stimmte dem Entwurf zum Versicherten-Entlastungsgesetz (GKV-VEG) zu, in dem die paritätische Finanzierung der Krankenkassenbeiträge – eine wichtige Vereinbarung aus den Koalitionsvertrag – umgesetzt wird. Praxisinhaber müssen damit ab 1. Januar 2019 die bislang von den Mitgliedern allein zu zahlenden Zusatzbeiträge zur Hälfte mittragen.

Während Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) von einem „guten Tag für die gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland“ sprach, protestierten die Arbeitgeber gegen zusätzliche Belastungen. Die Arbeitgeberverbände (BDA) sprachen von einem „Tiefschlag für Wettbewerb, Wachstum und Beschäftigung“. Der Schritt belaste die Unternehmen einseitig und auf einen Schlag mit fünf Milliarden Euro jedes Jahr, erklärte Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter.

Seit 2015 setzt sich der Krankenkassenbeitrag aus einem einheitlichen allgemeinen Satz und einem flexiblen Zusatzbeitrag zusammen. Der feste Satz liegt bei 14,6 Prozent und wird jeweils zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert. Zusatzbeiträge, die Kassen für sich festlegen können, schulterten die Versicherten bisher allein. Sie liegen aktuell bei durchschnittlich 1,0 Prozent.

Bildnachweis: Fotolia: Imaginis

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