Ausgabe up 9-2018 | Rubrik Branchennews

Neue Leitlinie Kopfschmerz: Mehr Bewegung statt Schmerzmittel

vom: 08.08.2018

Der übermäßige Gebrauch von Schmerz- und Migränemitteln kann Kopfschmerzen verstärken. Davon gehen die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) aus. In einer neuen Leitlinie zu Diagnose und Therapie dieser Kopfschmerzen raten die Experten, vorbeugend aktiv zu werden, um nicht in einen Teufelskreis von Schmerzen und Medikation zu kommen. Hilfreich seien Ausdauersport, Entspannung und Stressmanagement, um Kopfschmerzattacken vorzubeugen. Auch die Verhaltenstherapie sei wirksam.

In Deutschland leidet mindestens eine halbe Million Menschen an Kopfweh durch zu viel Schmerz- und Migränemittel. Im englischen Sprachgebrauch wird dieser Kopfschmerz als „Medication Overuse Headache“ (MOH) bezeichnet. Laut Leitlinie sind besonders häufig Frauen, Menschen mit anderen chronischen Schmerzerkrankungen und psychiatrischen Erkrankungen wie Depression oder Angsterkrankungen betroffen. Auch Stress, ein niedriger sozialer Status, körperliche Inaktivität, Übergewicht sowie Rauchen zählen zu den Risikofaktoren für MOH. Experten raten, dass Patienten nicht häufiger als an zehn Tagen im Monat Schmerzmittel nehmen sollten.

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