Ausgabe up 11-2018 | Rubrik Branchennews

Zu wenig Physiotherapie vor Hüft- und Knie-OP

vom: 18.10.2018

Knapp die Hälfte der Patienten, denen eine Hüft- oder Knie-Totalendoprothese (TEP) bevorstand, erhielten vor der Operation eine physikalische Therapie. Das ist das Ergebnis einer versorgungsepidemiologischen Analyse, die kürzlich in der Fachzeitschrift „Der Orthopäde“ veröffentlicht wurde. Die Verordnungshäufigkeit entspreche nicht vollständig den aktuellen Behandlungsempfehlungen, lautet das Fazit der Autoren.

Basierend auf Routinedaten der Barmer Ersatzkasse wurden Patienten analysiert, die 2011 bis 2013 eine Hüft- oder Knie-TEP erhalten hatten. Das waren über 40.000 Patienten mit Hüft-TEP und knapp 36.000 mit Knie-TEP. Im Jahr vor der Operation erhielten 49,4 Prozent der Patienten (Hüft-TEP: 49,9 %, Knie-TEP: 48,9 %) mindestens eine physikalische Therapie und 81 Prozent wurden Analgetika verordnet. Regional variierte die Verordnungshäufigkeit bei Hüft-TEP zwischen 35,7 (Bremen) und 70,6 Prozent (Sachsen) sowie bei der Knie-TEP zwischen 37,6 (Saarland) und 66,9 Prozent (Sachsen).

Bildnachweis: Fotolia.com: WavebreakmediaMicro

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