Ausgabe up 2-2019 | Rubrik Branchennews

Gesundheitsausgaben bringen wenige Deutsche in finanzielle Not

vom: 15.01.2019

In Deutschland geraten die wenigsten Haushalte aufgrund von Gesundheitsausgaben in finanzielle Not. Das ist das Ergebnis einer Studie der Technischen Universität Berlin (TU). Diese stützt sich auf die Einkommens- und Verbrauchsstichproben des Statistischen Bundesamtes, das alle fünf Jahre circa 40.000 Haushalte zu ihrer finanziellen Situation befragt, und ist Teil eines Reports des europäischen Regionalbüros der Weltgesundheitsor­ganisation (WHO). Dafür wurde in 25 Ländern Europas untersucht, mit welchen finanziellen Belastungen es verbunden ist, wenn sich die Menschen in den jeweiligen Ländern medizinisch versorgen lassen wollen.

Allerdings gerieten 2013 2,4 Prozent der befragten Haushalte durch Gesundheitsausgaben in finanzielle Schieflagen. „Und hinter den 2,4 Prozent verbergen sich immerhin 1,6 Millionen Menschen“, so TU-Professor Martin Siegel. Diese 1,6 Millionen Menschen geben jeweils zwei Fünftel ihrer Zahlungsfähigkeit (Anteil des Einkommens, der nicht für die Deckung von Grundbedürfnissen verwendet wird) für ihre medizinische Versorgung aus. Wichtigste Schlussfolgerung der Studienautoren: Die bürokratischen Hürden, um von der Zuzahlung zur Gesundheitsversorgung befreit zu werden, müssen abgebaut werden.

Bildnachweis: iStock: Daisy-Daisy

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