Ausgabe up 3-2019 | Rubrik Branchennews

Podologen in Thüringen bekommen Zugang zum Heilpraktikerberuf

vom: 20.02.2019

In Thüringen können nun auch Podologen sektorale Heilpraktiker werden. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Weimar kürzlich entschieden. Bislang durften ausgebildete Podologen Heilbehandlungen im Fußbereich nur nach ärztlicher Anweisung vornehmen. Künftig können sie mit der sogenannten sektoral beschränkten Zulassung als Heilpraktiker eigenverantwortlich behandeln.

2014 hatte eine Podologin beim Saale-Orla-Kreis einen Antrag auf Erlaubniserteilung zum sektoralen Heilpraktiker auf dem Gebiet der Podologie (SHP) gestellt. Die Behörde lehnte mit der Begründung ab, die Abgrenzung des Tätigkeitsfeldes sei in der Podologie nicht hinreichend bestimmbar. Das Verwaltungsgericht (VG) Gera sah den Fall anders und verpflichtete den Saale-Orla-Kreis, die klagende Podologin nach einer noch zu absolvierenden Prüfung als Heilpraktikerin zuzulassen.

Der Kreis, der daraufhin mit Unterstützung des Landes Berufung beim Oberverwaltungsgericht eingelegt hatte, zog diese zurück, nachdem in der mündlichen Verhandlung deutlich wurde, dass das OVG der Entscheidung des VG zustimmt (Az. 3 KO 194/15). Thüringen ist nun verpflichtet, eine Prüfungsordnung zu erlassen, entsprechende Prüfungen abzunehmen und die Heilpraktikertätigkeit zu erlauben.

Bildnachweis: iStock: fermate

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