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Urteil: Kein Arzt verfügbar – GKV muss trotzdem nicht für Podologin zahlen

Auch wenn Versicherte keinen Arzt finden, müssen die Krankenkassen nicht für die Kosten der Behandlung durch einen nicht-ärztlichen Leistungserbringer aufkommen, wenn es sich dabei um eine den Ärzten vorbehaltende Leistung handelt. Das hat das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel kürzlich entschieden (Az. B 1 KR 34/17 R).
© iStock: abu

Im konkreten Fall ging es um eine gesetzlich Versicherte, die keinen Arzt finden konnte, um ihren chronisch eingewachsenen Zehennagel zu behandeln. Sie ließ die erforderliche Orthonyxiebehandlung schließlich bei einer Podologin durchführen, blieb in der Folge aber auf den Kosten sitzen. Zwar übernahm die Krankenkasse die Sachkosten für die individuell angepasste Zehennagelspange, nicht jedoch die Behandlungskosten. Zu Recht, wie das BSG nun entschied.

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