Ausgabe up 5-2019 | Rubrik Politik

Hamburg: Noch keine Vergütung für Therapieschüler

vom: 18.04.2019

Die angehenden Logopäden, Ergo- und Physiotherapeuten, die ihre Ausbildung an der Medizinischen Akademie Hamburg (MAH) von Asklepios in Harburg absolvieren, haben bislang noch keine Ausbildungsvergütung erhalten. Das meldete kürzlich das Hamburger Abendblatt.

Laut Asklepios-Sprecher Mathias Eberenz seien die Krankenkassen schuld, die bisher keine Zusage zur Refinanzierung der Kosten gegeben haben. Im Fall von Asklepios geht es um die Summe von rund sieben Millionen Euro pro Jahr. Die Ausbildungsvergütung für die 225 Therapieschülern sowie die 170 Medizinisch-Technischen, Radiologie- und Laboratoriums-Assistenten liegt zwischen 950 und 1.100 Euro.

Der Verband der Ersatzkassen habe versichert, die Vergütungen zu zahlen, wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen erfüllt sind. Auch die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) will sich für eine schnelle Verhandlung über die Refinanzierung der Beträge durch die Krankenkassen einsetzen, heißt es weiter.

Seit 1. Januar 2019 haben betrieblich-schulische Auszubildende in kommunalen Krankenhäusern und Unikliniken Anspruch auf eine Vergütung. Ver.di und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hatten am 30. Oktober 2018 vereinbart, dass sie in den Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD) einbezogen werden.

Bildnachweis: iStock: baona

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