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Bundesregierung prüft härtere Vorschriften für Heilpraktiker

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) erwägt offenbar einschneidende Veränderungen beim Heilpraktiker-Beruf - inklusive einer möglichen Abschaffung des Berufsstandes. Das berichtete das ARD-Magazin „Panorama“ in Zusammenarbeit mit dem Onlinemagazin „MedWatch“. Das Ministerium hat eine Ausschreibung für ein Rechtsgutachten veröffentlicht, das mögliche Optionen ausloten soll.
Foto von Globuli/Homöopathika und Stößel
© iStock: Kerrick

Das Gutachten soll „insbesondere klären, ob und welchen rechtlichen Gestaltungsspielraum der Bundesgesetzgeber im Falle einer Reform des Heilpraktikerrechts zur Stärkung der Patientensicherheit hätte“, heißt es dort. Die Bundesregierung will nun klären lassen, ob sich eine einheitliche Heilpraktikerausbildung an der Medizinerausbildung orientieren soll und ob Heilpraktiker von der Behandlung weiterer Krankheiten ausgeschlossen werden können. Ferner soll geprüft werden, ob es „alternativ zu einer Regelung die grundsätzliche Möglichkeit gibt, den Heilpraktikerberuf in Zukunft entfallen zu lassen“, heißt es in der Leistungsbeschreibung zum Rechtsgutachten.

Bislang regelt das Heilpraktikergesetz von 1939 die Vorgaben für den Beruf. Größere Änderungen oder gar die Verabschiedung eines neuen Gesetzes sind bislang gescheitert. Nach Angaben des Statistischem Bundesamts arbeiten in Deutschland rund 45.000 Heilpraktiker.

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