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Urteil: Kasse zahlt Fußpflege nur bei Diabetes

Nur für Patienten mit diabetischem Fußsyndrom übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine medizinische Fußpflege. Das ist gegenwärtig die Rechtslage und wird es (erst einmal) auch bleiben. Denn das Bundessozialgericht (BSG) hat sie mit seinem Urteil (Az.: B 1 KR 18/19 R) bestätigt. Die Richter sehen darin keine verfassungswidrige Ungleichbehandlung von Patienten mit anderen Fußleiden.

Die Klägerin, die unter anderem an einer schweren sensomotorischen Polyneuropathie und Wundheilungsstörungen im Bereich der Füße leidet, hatte die Kosten für eine vom Arzt verordnete podologische Behandlung nach Ablehnung durch die Krankenkasse zunächst selbst übernommen. Dann klagte sie auf eine Erstattung. Die Kasse argumentierte, eine Kostenübernahme sei nach derzeitiger Rechtslage nicht möglich. Dem schloss sich das BSG in seinem Urteil an.

Dennoch müssen GKV-Patienten die Hoffnung noch nicht ganz aufgeben, denn der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) prüft derzeit, ob die Krankenkassen künftig auch bei dem diabetischen Fußsyndrom ähnlichen Erkrankungen die Kosten für die medizinische Fußpflege übernehmen.

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