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GKV-Finanzen: Heilmittelausgaben um vier Prozent gestiegen

Die Heilmittelausgaben sind in den ersten neun Monaten des Jahres 2020 um vier Prozent gestiegen. Das geht aus den jetzt vorgelegten Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) zur Entwicklung der GKV-Finanzen hervor. Die Ausgaben für Heilmittel beliefen sich auf rund 6,81 Milliarden Euro, etwa 248 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt machen sie etwa drei Prozent der Gesamtausgaben aus.
© iStock: Doucefleur

Dem BMG zufolge standen Einnahmen in Höhe von 194,7 Milliarden Euro Ausgaben von rund 196,3 Milliarden Euro gegenüber. Für die 105 Krankenkassen bedeutet das von Januar bis September ein Defizit von rund 1,67 Milliarden Euro. Insgesamt beliefen sich die Finanzreserven der Krankenkassen bis Ende September auf rund 17,8 Milliarden Euro. Dies entspricht noch immer knapp einer Monatsausgabe und damit im Durchschnitt etwa dem Vierfachen der gesetzlich vorgesehenen Mindestreserve.

Die Pandemie hinterlasse immer deutlichere Spuren, so Gesundheitsminister Jens Spahn. Daher werde es in diesem und auch im nächsten Jahr einen zusätzlichen Bundeszuschuss geben.

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