up|unternehmen praxis

Fehlverhalten im Gesundheitswesen kostet AOK 37 Millionen Euro

Krankenkassen und der GKV-Spitzenverband müssen seit 2004 laut GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) Fällen und Sachverhalten nachgehen, die auf ungerechtfertigt in Anspruch genommene Zahlungen hindeuten. Der AOK-Bundesverband hat in einem Bericht seine aktuellen Zahlen für den Zeitraum 2018/2019 veröffentlicht. Die Gesamtsumme der zurückgeholten Forderungen beläuft sich demnach auf insgesamt 37 Millionen Euro. Das sind zehn Millionen Euro mehr als im Berichtszeitraum 2016/2017.
© iStock: indigolotos

Den stärksten Anstieg an ungerechtfertigt in Anspruch genommenen Leistungen verzeichnete der AOK-Verbund im Bereich der Pflegeleistungen. 2018/2019 betrug die Summe der Forderungen 12,69 Millionen Euro. 2016/2017 lag diese bei 7,5 Millionen Euro – ein Anstieg von 69,2 Prozent. Platz zwei belegten Betrügereien und Manipulationen im Arzneimittelbereich (8,78 Millionen Euro). Der Bereich Heilmittel belegt mit 4,46 Millionen Euro Platz drei, gefolgt von Krankenhausbehandlungen (3,81 Millionen), Hilfsmittel (1,87 Millionen Euro) und ärztliche Leistungen (1,39 Millionen).

Den gesamten Bericht des AOK-Bundesverbandes können Sie hier herunterladen.

Außerdem interessant:

GKV-Finanzen: Heilmittelausgaben um vier Prozent gestiegen

Ausgabenvolumen für Heilmittel steigt 2021 um 3,2 Prozent

0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all Kommentare
0
Wir würden gerne erfahren, was Sie meinen. Schreiben Sie einen Kommentar.x