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Studie: Gesundheitskompetenz nimmt weiter ab

Die Universität Bielefeld untersuchte 2020 im Rahmen einer repräsentativen Studie zum zweiten Mal die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung hierzulande. Demnach fällt es 64,2 Prozent der Befragten schwer, komplexe Informationen zu Gesundheit und Krankheit angemessen zu verarbeiten. 2014 lag der Wert bei 54,3 Prozent.
© Stadtratte

Besonders Menschen mit geringer Bildung, niedrigem Sozialstatus und Migrationshintergrund sowie Rentner und chronisch Kranke mit vielen Arztkontakten weisen eine geringe Gesundheitskompetenz auf. Im Vergleich zu 2014 schneiden aber auch Jüngere deutlich schlechter ab. Aus den Antworten leiten die Autoren als mögliche Gründe die Überfülle und mangelnde Struktur von Informationen ab. Die Befragten hätten große Probleme einzuschätzen, wie vertrauenswürdig Gesundheitsinformationen sind und Konsequenzen daraus für das eigene Verhalten abzuleiten. Es sei wichtig, alle im Gesundheitssektor Tätigen zu sensibilisiert und zu schulen, mit dem Ziel, eine nutzerfreundliche Gestaltung der Versorgungsangebote zu schaffen.

Für die Studie wurden 504 deutschsprachige Personen ab 18 Jahren im Zeitraum August und September 2020 befragt.

Hier gelangen Sie zur Studie der Universität Bielefeld.

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