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Diabetiker mit ihrer Versorgung nur mittelmäßig zufrieden

Menschen mit Diabetes schätzen die Versorgungsqualität bei ihrer Erkrankung als eher mittelmäßig ein. Im Schnitt lag der Wert bei 2,45, wobei Frauen diese noch schlechter einschätzten (2,33) als Männer (2,58). Das geht aus einer Analyse des Robert Koch-Instituts hervor, die kürzlich im „Journal of Health Monitoring“ veröffentlicht wurde.
© iStock: www.PeopleImages.com

Im Rahmen der bundesweiten Studie „Krankheitswissen und Informationsbedarfe – Diabetes mellitus“ wurden rund 1.200 Diabetiker im Alter von über 45 Jahren telefonisch befragt. Auf einer Skala von 1 bis 5 konnten sie ihre Versorgung selbst einschätzen, wobei 5 die höchste und 1 die geringste Zufriedenheit darstellte. Mit zunehmendem Alter schätzten Betroffene ihre Versorgung schlechter ein: Bei den über 80-Jährigen lag der Wert bei 2,13. Und: Mit zunehmender Wohnortgröße wird die Versorgungsqualität schlechter eingeschätzt – 2,62 in ländlichen Gebieten gegenüber 2,33 in Großstädten. Die Ergebnisse signalisieren einen Verbesserungsbedarf in der medizinischen Versorgung hinsichtlich einer stärkeren Orientierung an den Bedürfnissen der Patienten mit Diabetes, so das Fazit der Autoren.

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