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Schlaganfall: Weltweit immer mehr jüngere Menschen betroffen

Seit Jahren nimmt die Zahl der Schlaganfälle weltweit zu. Sie stieg zwischen 1990 und 2019 um rund 70 Prozent, die Zahl der Todesfälle um 43 Prozent. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen GBD-Studie (Global Burden of Diseases), die kürzlich in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht wurde. Bemerkenswert sei dabei der Anstieg von Schlaganfällen in Niedriglohnländern sowie bei Menschen unter 70 Jahren, wie die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) anlässlich des Welt-Schlaganfalltages am 29. Oktober mitteilte.
© iStock: nasenmann

Insgesamt gab es im Jahr 2019 (GBD-Daten aus 204 Ländern) 12,2 Millionen neue Schlaganfälle und 101 Millionen Betroffene. 6,55 Millionen Menschen starben an den Folgen – damit sind Schlaganfälle weltweit die zweithäufigste Todesursache. Hauptrisikofaktor ist hoher Blutdruck, gefolgt von Übergewicht, Diabetes mellitus, Umwelt- bzw. Luftverschmutzung, Rauchen und hohem Kochsalz-Konsum. Neben der Prävention sei auch eine bestmögliche Versorgung und Nachsorge wichtig, erklärte DGN-Präsident Professor Christian Gerloff und nannte als zukunftsweisend u. a. das digitale Konzept „PostStroke-Manager“, das von der Universität Leipzig initiiert wurde.

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