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Spracherwerb bei Kleinkindern: Erster Lockdown hatte nur geringe Auswirkungen

Wie hat sich der erste Lockdown ab März 2020 auf den Spracherwerb von Säuglingen und Kleinkindern von acht bis 36 Monaten ausgewirkt? Dieser Frage gingen Wissenschaftlerteams in zwei parallel laufenden Studien nach. In einer Studie ging es um die Sprachentwicklung, in einer anderen um die Bildschirmzeit.
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© TARIK KIZILKAYA


Die jeweiligen Forscherteams wertete für beide Studien Online-Fragebögen aus, die Eltern aus 13 Ländern und in zwölf Sprachen zu Beginn und nach dem Lockdown ausfüllten. Die Studien zeigten, dass die Kinder insgesamt mehr Wörter lernten, als erwartet. Die Forscher wiesen jedoch auch darauf hin, dass die Kinder, die von ihren Eltern mehr vorgelesen bekamen und weniger Zeit an Bildschirmen verbrachten, einen größeren Wortschatz entwickelten. „Entweder waren sich die Betreuungspersonen der Entwicklung ihres Kindes stärker bewusst oder die Wortschatzentwicklung profitierte von der intensiven Interaktion zwischen Betreuungsperson und Kind während der Schließung“, hieß es aus der Arbeitsgruppe.

Die Studie zur Bildschirmzeit zeigte zudem, dass die Kinder im Lockdown mehr Zeit vor dem Bildschirm verbrachten als vorher. Und: Je länger der Lockdown dauerte, desto länger war die gewählte Bildschirmzeit. Rückschlüsse, welche Auswirkungen längere Lockdowns hätten, könnten aus diesen Ergebnissen jedoch nicht gezogen werden, so die Autoren.

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