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S3-Leitlinienautor: Rückenschmerzen bei Kindern signifikant gestiegen

Rückenschmerzen bei Kindern und Jugendlichen haben in den vergangenen Jahrzehnten signifikant zugenommen. Das erklärt der Dattelner Kinderarzt und Autor der S3-Leitlinie „Rückenschmerzen bei Kindern und Jugendlichen“ Professor Michael Frosch in einem Interview mit der Deutschen Ärztezeitung. Meist liegt keine spezifische Ursache zugrunde. Die Ein-Monats-Prävalenz unspezifischer Rückenschmerzen wird im Schulalter auf 20 Prozent geschätzt, die Lebenszeitprävalenz bis zum 18. Lebensjahr liegt bei etwa 40 Prozent.
S3-Leitlinienautor: Rückenschmerzen bei Kindern signifikant gestiegen
© Thomas Demarczyk

Die ersten Schritte bei nichtspezifischen Rückenschmerzen seien Aufklärung und Beratung, so der Experte. Wenn der Schmerz an ein Bewegungsproblem gekoppelt sei, müsse der Jugendliche wieder zu einer verbesserten Bewegung hingeführt werden. Das kann Koordinations-, Kraft- und Bewegungstraining sein – meist zunächst mit einem Physiotherapeuten eingeübt und anschließend selbständig umgesetzt. „Mindestens 80 Prozent der Jugendlichen können so wieder in den Alltag zurück“, so der Kinderarzt. „Und das ist ja auch das Ziel: langfristig Chronizität zu vermeiden.“

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