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Themenschwerpunkt 11.2022: Praxisumsätze steigern

Katharina Münster Katharina Münster
Ralf Buchner Ralf Buchner
1 3 Minuten Lesezeit

Die Kosten steigen, aber die GKV-Preise stehen erstmal fest. Darüber können wir uns nun
ärgern und daran verzweifeln – oder wir konzentrieren uns darauf, wie wir die wirtschaftliche Lage der Praxis verbessern können. Eine Möglichkeit ist, aus der Vergütung durch die GKV das Beste herauszuholen. Wir haben uns die Preislisten und die Leistungsbeschreibungen der einzelnen Berufsgruppen einmal angeschaut. Denn es gibt Möglichkeiten, die Therapie so zu optimieren, dass die Praxis wirtschaftlich davon profitiert. Auf den folgenden
Seiten gibt es für jede Berufsgruppe Rechenbeispiele, die zeigen, welche Leistungen besonders rentabel sind und an welchen Schrauben Ihr drehen könnt, um die Umsätze in der Praxis zu steigern.

Grundlage: Leistungsbeschreibungen, Preislisten und Co. kennen

Es gibt die Heilmittel-Richtlinie mit dem Heilmittelkatalog und die Versorgungsverträge mit ihren vielen Anlagen, in denen die Spielregeln festgehalten und vereinbart wurden, die für Heilmittelerbringer:innen relevant sind. Sie bilden das Gerüst der täglichen Arbeit. Wenn Ihr wisst, wo Ihr welche Angaben findet, könnt Ihr so therapieren, dass es sich für die Praxis wirtschaftlich lohnt – und haltet Euch dabei an alle Vorgaben.

Wenn es darum geht, die Umsätze der Praxis zu erhöhen, sind vor allem die Versorgungsverträge der einzelnen Berufsgruppen von Bedeutung. Sie sind die Grundlage, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Auf der Website GKV-Heilmittel findet Ihr die Verträge, wie auch die Leistungsbeschreibungen und Preislisten.

Oder ganz konkret hier:

Ergotherapie:

Logopädie:

Physiotherapie:

Achtung: Die Preise in den einzelnen Berufsgruppen haben sich in den letzten Monaten immer mal wieder geändert. In der Ergotherapie gelten die Preise ab dem 01.10.2022, in der Physiotherapie jene ab dem 01.12.2021 und in der Logopädie die Preise ab dem 01.09.2022.

Offene Fragen persönlich stellen

Das Thema Therapie wirtschaftlich gestalten ist sehr emotional. up-Mitglieder (Abonnenten), die auf den folgenden Seiten merken, dass noch Fragen offen sind, können Ihr diese gerne am 24. November von 17 bis 18 Uhr dem Herausgeber Ralf Buchner persönlich stellen.

Hier könnt Ihr Euch anmelden: up-aktuell.de/sprechstunde1122

Auf den folgenden Seiten haben wir einige Beispiele zusammengestellt, wie Praxisinhaber:innen ihre aktuellen Umsätze berechnen können. Wir zeigen außerdem Möglichkeiten auf, um die Umsätze zu steigern – anhand von Rechenbeispielen und Tabellen.

Diese Artikel gehören zum Themenschwerpunkt „Praxisumsätze steigern“:

Besser bezahlte Leistungen bevorzugen

Realistische Behandlungszeit bestimmen

Realistische Behandlungszeit bestimmen: Physiotherapie

Realistische Behandlungszeit bestimmen: Ergotherapie

Realistische Behandlungszeit bestimmen: Logopädie

Höhere Minutenpreise durch Parallel- und Gruppenbehandlungen

Höhere Minutenpreise durch Parallel- und Gruppenbehandlungen: Physiotherapie

Höhere Minutenpreise durch Parallel- und Gruppenbehandlungen: Ergotherapie

Höhere Minutenpreise durch Parallel- und Gruppenbehandlungen: Logopädie

 

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1 Kommentar

Ines Leibold

Ich bin hier raus.
Betriebswirtschaftlichkeit hin und her, aber hier geht es um Menschen. In aller erster Linie um meine Therapeuten und dann auch um unsere Patienten.
Hinterfragt Ihr eigentlich, warum so viele Therapeuten psychisch erkranken, dem Beruf den Rücken drehen, erfolgreich ihre Ausbildung beenden und dann doch nicht in unserem Beruf arbeiten. Hat das nicht jetzt schon etwas mit der hohen Arbeitsbelastung zu tun?
Im 15-Minuten-Takt , in einer Stunde 4 Patienten abarbeiten? Über Therapie brauchen wir nicht mehr reden.
Da gab es bei Euch mal einen Artikel von einem Arzt, der Doppelbehandlungen verordnet. Und er hat es auch super ausgeführt, warum. Gab es da nicht Gewebe, Muskeln, Gelenke und sogar einen ganzen Menschen?
Ach, übrigens, wer führt dann noch die Hygienemaßnahmen durch? Ein Subunternehmen? Rechnet sich das?
Wer macht die Dokumentation, mit der der Therapeut auch etwas anfangen kann? Ich weiß aus Erfahrung, dass manchmal nur wenige von mir aufgeschriebene Worte reichen, um dem Patienten bei seinem Problem besser helfen zu können.
Die Zeit bleibt mir bei Eurer Rechnung nicht.
Also sitzt da einer am Computer und schreibt für alle Therapeuten ins Blaue? Auch der will bezahlt sein!
Textbausteine sind toll, auch wir benutzen sie. Ich als Therapeut habe aber die Chance, einen kurzen Gedanken zu notieren.
Mir als Therapeut bringt das rein gar nichts, wenn ich nicht über meine Behandlung nachdenken kann. Und bei dieser Taktung nun wirklich nicht. Warum dann Akademisierung unserer Berufe?
Ihr habt Euch große Mühe gegeben, viele Stunden an Euren Artikeln gearbeitet und alles in Glanz gesetzt, aber hier zielt Ihr aus meiner Sicht genau in die falsche Richtung und haut in die Kerbe der Verbände.
Wenn die Kassen nicht zahlen, trete ich nach unten durch, nach meinen Therapeuten, nach den Patienten.
Wir arbeiten in unserem Beruf mit Menschen und nicht an Maschinen!
Bis jetzt fand ich Euer Engagement für die Therapeuten gut. Die wenigsten davon sind selbstständig, wie ich. Und die wenigsten machen sich auch wirklich Gedanken um ihren/unseren Beruf. Sie alle aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken, der bekanntlich 100 Jahre dauert, ist sehr zählebig. Aber wer ist von uns daran gewöhnt, selbst für sich etwas zu tun. Ist es nicht vielmehr so, dass es die anderen machen sollen, rein aus Bequemlichkeit.

Mich hat es auch enttäuscht, wie wenige Therapeuten sich für meine Protestaktion interessiert und sich damit daran nicht
beteiligt haben.

Euch an dieser Stelle ganz lieben Dank für Eure Unterstützung.

Alle, die sich in irgendeiner Weise für unseren Berufsstand engagieren, laufen bei den Therapeuten in der Masse offene Türen ein. Ja, und das tut weh.

An dieser Stelle, bei den Verbänden läuft z.Z. eine Unterschriftenaktion für die Patienten. Natürlich beteiligen wir uns mit unseren Patienten.

Aber nicht mit reiner Betriebswirtschaftlichkeit werden wir unsere Therapeutenberufe retten, eher abschaffen (das ist meine Sicht). Stellen wir uns da nicht in die lange Reihe derer, die in unserem Gesundheitssystem nur den Profit und nicht den Menschen und die Menschlichkeit sehen?
Ich bin ein Mensch. Und ich möchte in 20 Jahren, dann bin ich nämlich 80, von meinem Therapeuten oder auch meiner Therapeutin gut behandelt werden und mir von ihm/ihr nach der Behandlung in die Jacke helfen lassen, ein aufmunterndes Wort hören, ihn/sie lächeln sehen und für ihn/sie meine Übungen durchziehen. Die mir nicht nur helfen und gut tun, sondern uns als Menschen auch verbinden.

Lasst mich einfach von einer menschlichen Welt träumen und mich nicht von ihr verabschieden.

Mit lieben Grüßen
Ines

PS: Gruppenbehandlung mit FFP-2-Maske? Und das ist nicht der einzige Haken an der Gruppenbehandlung.

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