Das diabetische Fußsyndrom (DFS) ist nicht nur eine Wunde am Fuß, sondern geht auch mit massiven Einschränkungen bis hin zu Amputationen einher. Schwierige Verläufe, die nicht nur das Leben der Betroffenen, sondern auch das Gesundheitssystem belasten, können reduziert werden, wenn die Wunde frühzeitig von einem interprofessionellen Team diagnostiziert und behandelt wird, heißt es in einem Open Access Artikel in der Fachzeitschrift „Die Diabetologie“.
Das Konzept heißt IRBESA-Prinzip: Danach seien Infektionsmanagement, Revaskularisierung, Erkennen und Behandlung von Begleiterkrankungen, Entlastung, stadiengerechte (lokale) Wundversorgung, (Grenzzonen-)Amputation sowie Physiotherapie die wichtigsten Bausteine einer effizienten Therapie. Da eine wirksame Entlastung der Wundregion erwünscht ist, sollten Patient:innen eine gezielte und regelmäßige physiotherapeutische Intervention zur Stärkung der Muskulatur erhalten. Ferner müssen schützende und präventive Maßnahmen etabliert werden, da DFS nicht heilbar ist. Hier spielt die podologische Therapie eine maßgebliche Rolle, die aber sowohl von den Kostenträgern als auch vom Gesetzgeber bislang leider zu wenig gewürdigt werde.
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