Bei Hüftarthrose ist ein vollständiger Hüftersatz die effektivste Option. Bei manchen Patientinnen und Patienten kann aber regelmäßiges Krafttraining eine Operation hinauszögern. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität von Süddänemark, die kürzlich im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurde.
Die PROHIP-Studie (Progressives Widerstandstraining im Vergleich zur totalen Hüftarthroplastik bei Patienten mit Hüftarthrose im Endstadium) hat erstmals den totalen Hüftersatz mit Krafttraining direkt verglichen. An der Studie nahmen 109 Patient:innen mit einem Durchschnittsalter von 67 Jahren teil, die seit knapp zwei Jahren unter Hüftschmerzen litten. 53 ließen sich operieren, 56 nahmen zwei Mal pro Woche an einem einstündigen Krafttraining teil. Das Ergebnis: Teilnehmer:innen, die sich einer Hüftoperation unterzogen hatten, berichteten nach sechs Monaten von einer stärkeren Schmerzlinderung und einer verbesserten Alltagsfunktion im Vergleich zu denen, die nur ein Trainingsprogramm absolvierten. Dies bedeute aber nicht, dass eine OP für alle Patient:innen sofort erforderlich sei, so die Studienautoren.
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