Seit dem 6. Juni 2025 können Praxisinhaber:innen deutlich schneller zu einem neuen Stromanbieter wechseln als bisher. Mit dieser neuen Regelung im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) hat die Bundesregierung eine EU-Richtlinie umgesetzt. Sie hat das Ziel, den Wettbewerb zu steigern. Danach muss ein Wechsel des Stromanbieters werktags innerhalb von 24 Stunden erfolgen. Allerdings: Wer vertraglich noch an seinen bestehenden Anbieter und eine verbleibende Laufzeit gebunden ist, profitiert von dieser Regelung nicht.
Für den 24-Stunden-Wechsel wird die sogenannte Marktlokations-Identifikationsnummer (MaLo-ID) künftig wichtig. Ihre Einführung erfolgte 2018. Die elfstellige Nummer, die auf der Stromrechnung steht, identifiziert Orte, an denen Energie verbraucht wird. Steht sie einmal fest, darf sie nicht mehr geändert werden. Die Verbraucherzentralen empfehlen, die MaLo-ID nicht an unberechtigte Stellen weiterzugeben. Damit könnten unseriöse Stromanbieter den bestehenden Vertrag kündigen und einen neuen, ungewollten Vertrag unterschieben.
Mit der neuen Regelung entfällt für Stromkund:innen aber die Möglichkeit, den Anbieter rückwirkend zu wechseln, so die Verbraucherschützer. Seit dem 6. Juni 2025 sind An- und Abmeldung nun nur noch zu einem zukünftigen Termin möglich. Wer also versäumt, seinen Vertrag rechtzeitig vor dem eigenen Umzug zu kündigen und sich umzumelden, muss mit dem Nachmieter klären, wie die Kosten für die zwischenzeitliche Stromabnahme aufgeteilt werden sollen.
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1 Kommentar
Wolf Schmutterer
Es gibt große Probleme mit der Umstellung.
Ich habe am 23.5. einen Stromwechselauftrag gestellt. Der Altanbieter ist wegen Erhöhung zum 16.6. gekündigt und hat das bestätigt. 3 Wochen haben früher locker gereicht für einen Wechsel.
Jetzt habe ich vom neuen Anbieter bislang (13.6.) nicht mal eine Bestätigung, weil sie erst ab 17.6. die Anträge bearbeiten können, wegen dem Systemwechsel. Das sollte zunächst ab 10.6. alles wieder laufen, ist aber verschoben worden. Es gibt wohl einige Probleme mit der Umstellung.
Folge ist wohl, dass ich beim Grundversorger lande. Fast doppelt so teuer Tarif, aber laut Wording des neuen Anbieters nur "für ein paar Tage". Das ist Vertrag, der unter Mietparteien abgerechnet werden muss. Ich darf doppelt ablesen und doppelt rechnen und die Zeche zahlen die Mieter mit hohen Strompreisen in der GV.
Warum verspricht man uns vollmundig immer große Upgrades, die alles besser machen sollen und die klappen dann nicht oder führen in der Systemumstellung zu einen noch schlechteren Zustand als vorher, wenn sie dann mal irgendwann vielleicht besser laufen?
Es gibt große Probleme mit der Umstellung.
Ich habe am 23.5. einen Stromwechselauftrag gestellt. Der Altanbieter ist wegen Erhöhung zum 16.6. gekündigt und hat das bestätigt. 3 Wochen haben früher locker gereicht für einen Wechsel.
Jetzt habe ich vom neuen Anbieter bislang (13.6.) nicht mal eine Bestätigung, weil sie erst ab 17.6. die Anträge bearbeiten können, wegen dem Systemwechsel. Das sollte zunächst ab 10.6. alles wieder laufen, ist aber verschoben worden. Es gibt wohl einige Probleme mit der Umstellung.
Folge ist wohl, dass ich beim Grundversorger lande. Fast doppelt so teuer Tarif, aber laut Wording des neuen Anbieters nur "für ein paar Tage". Das ist Vertrag, der unter Mietparteien abgerechnet werden muss. Ich darf doppelt ablesen und doppelt rechnen und die Zeche zahlen die Mieter mit hohen Strompreisen in der GV.
Warum verspricht man uns vollmundig immer große Upgrades, die alles besser machen sollen und die klappen dann nicht oder führen in der Systemumstellung zu einen noch schlechteren Zustand als vorher, wenn sie dann mal irgendwann vielleicht besser laufen?