Nackenschmerzen zählen zu den häufigsten Beschwerden in der hausärztlichen Versorgung. In der neuen S3-Leitlinie „Nicht-spezifische Nackenschmerzen“ stellt laut aktueller Evidenzlage Bewegung die effektivste Maßnahme bei nicht-spezifischen Nackenschmerzen dar. Daher empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Patient:innen frühzeitig zur körperlichen Aktivität zu motivieren.
Damit steigt auch die Bedeutung der ärztlichen Kommunikation. Viele Patient:innen haben Sorge, dass Bewegung die Beschwerden verschlimmern könnte. Hausärzt:innen sollen diese Ängste im Gespräch aufgreifen, Krankheitsvorstellungen ernst nehmen und gemeinsam Wege finden, Bewegung zu ermöglichen. So wird eine wichtige Grundlage geschaffen, die physiotherapeutische Arbeit zu erleichtern. Denn wenn Patient:innen bereits von ärztlicher Seite auf Aktivität eingestellt sind, können physiotherapeutische Maßnahmen besser greifen.
Auch einfache Maßnahmen wie Wärmeanwendungen können helfen, Schonhaltungen zu vermeiden und den Einstieg in Bewegung zu erleichtern. Passive Verfahren wie Massage, Akupunktur oder Taping verlieren dagegen in der neuen Leitlinie an Bedeutung, ebenso wie Schmerzmittel und bildgebende Diagnostik.
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1 Kommentar
Jens Rose-Zeuner
Wir haben bei der Beurteilung der Leitlinie aus physiotherapeutischer und Patientinnensicht mitgewirkt und sehr davon profitiert. Unser aktiver Ansatz wurde dadurch auch nochmals validiert.
Zum Artikel fände ich wegen der geschilderten Schwerpunkte allerdings ein Bild passender, in dem die Patientin zur Bewegung angeleitet wird.
Wir haben bei der Beurteilung der Leitlinie aus physiotherapeutischer und Patientinnensicht mitgewirkt und sehr davon profitiert. Unser aktiver Ansatz wurde dadurch auch nochmals validiert.
Zum Artikel fände ich wegen der geschilderten Schwerpunkte allerdings ein Bild passender, in dem die Patientin zur Bewegung angeleitet wird.