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iStock: yacobchuk

Studie mit neuer Sicht auf MS – Krankheit als dynamisches System

Katrin Schwabe-Fleitmann Katrin Schwabe-Fleitmann
0 1 Minuten Lesezeit

Bislang wurde Multiple Sklerose (MS) in verschiedene Subtypen wie „schubförmig“ oder „progredienteingeteilt. Eine internationale Studie unter Leitung des Universitätsklinikums Freiburg und der University of Oxford hat jetzt in einem neuen Modell vier zentrale Zustandsdimensionen identifiziert, die den Verlauf der MS wesentlich besser abbilden: körperliche Behinderung, Hirnschädigung, klinische Schübe und stille Entzündungsaktivität. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Fachmagazin „Nature Medicine“ veröffentlicht.

Die Studie basiert auf der Analyse von über 8.000 Patient:innen und mehr als 35.000 MRT-Aufnahmen aus verschiedenen Studien. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz ermittelte das Forschungsteam eine neue Sicht auf die Krankheit: Statt festgelegter Krankheitsphänotypen beschreibt das Modell MS als Abfolge von Zuständen („states) mit spezifischen Übergangswahrscheinlichkeiten. Die neuen Erkenntnisse könnten die Diagnostik und Behandlung von MS grundlegend verändern und auch für andere Erkrankungen von Bedeutung sein, heißt es in einer Mitteilung der Uniklinik.

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