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Dr. Barbara Wellner

Das Warten auf die Berufsgesetze geht in die nächste Runde 

Yvonne Millar Yvonne Millar
1 3 Minuten Lesezeit

Gestern hatte der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) zum bereits siebten Mal zum TherapieGipfel nach Berlin eingeladen. Mit dabei war auch die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU). Sie betonte das große Potenzial der Therapieberufe, das man im Rahmen der Primärversorgung unbedingt heben wolle und sieht in diesem Zusammenhang auch die Notwendigkeit einer Reform der Berufsgesetze.

Konkret sagte Warken: „Die Berufsgesetze müssen reformiert werden, um den Anforderungen in der Versorgung auch adäquat begegnen zu können und um die Versorgung der Patientinnen und Patienten effizient und effektiv zu gestalten.“ Auch zur Sicherung des zukünftigen Fachkräftebedarfs seien Reformen erforderlich. Volle Zustimmung! 

Die Bundesgesundheitsministerin betonte auch, dass man die Reform der Berufsgesetze für die Physiotherapie jetzt ganz schnell angehen müsse, gleichzeitig wolle man sich jedoch vorher mit den Ländern über die Finanzierung einig werden. Ganz so schnell wird es also nicht gehen. Gefragt nach einem Zeitplan stellte die Ministerin in Aussicht, dass man im kommenden Jahr auf jeden Fall das Thema Physiotherapie zu einem Abschluss bringen müsse. 

Wer also gehofft hatte, dass Frau Warken konkrete Pläne, vielleicht sogar endlich das eine oder andere fertige Berufsgesetz mit zum TherapieGipfel bringen würde, wurde enttäuscht.  

Gleichzeitig ist positiv zu erwähnen, dass die Gesundheitsministerin beim Thema Primärversorgung diesen Begriff dem der Primärarztversorgung vorzieht, weil „auch die Apotheken mitzudenken sind und auch die Heilmittelerbringer.“ Der Direktzugang könne sicher ein Baustein sein, den es im Zusammenhang mit der Primärversorgung zu besprechen gilt. Konkreter wurde sie bei diesem Thema und der Rolle der Heilmittelerbringer:innen dann aber nicht. 

Und hier beißt sich auch die Katze in den Schwanz. Denn bevor ein Direktzugang für GKV-Patient:innen oder eine erweiterte Versorgungsrolle für Heilmittelerbringende umsetzbar sind, müssen die Berufsgesetze modernisiert werden.  

Mehr zur Reform der Berufsgesetze, dem Direktzugang und weiteren Themen, die beim diesjährigen TherapieGipfel wichtig waren, hat up-Herausgeber Ralf Buchner in diesem Bericht für Euch zusammengefasst. Warum er findet, dass der TherapieGipfel ein Erfolg war, aber dennoch hinter seinen Möglichkeiten zurückgeblieben ist, erklärt er in seinem Kommentar zur Veranstaltung. 

Allen, die nicht beim TherapieGipfel in Berlin dabei waren, empfehle ich den up-webcast am Dienstag, den 25. November 2025. Ab 19 Uhr gibt es einen Bericht zum TherapieGipfel. Wir schauen aber auch auf den aktuellen Stand bei der elektronischen Heilmittelverordnung, die neusten Entwicklungen im Bereich Telematikinfrastruktur und geben einen Ausblick zum Jahreswechsel. Hier könnt Ihr Euch direkt zur kostenlosen Veranstaltung anmelden. 

Zum Schluss ein kleiner Erinnerer: Unser up-App „up unternehmen praxis“ ist jetzt im Google Play Store und Apple App Store verfügbar. Lest das Magazin jederzeit und überall bequem auf dem Smartphone – oder lasst Euch die Artikel ganz entspannt vorlesen. Kommende Woche erwarten Euch in der Doppelausgabe November/Dezember u. a. eine Logopädin mit ihren beiden ganz besonderen Co-Therapeuten Gary und Mamfred. Schaut mal rein. Weitere Informationen zur up-App findet Ihr übrigens hier.

Herzliche Grüße  

Eure Yvonne Millar 

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1 Kommentar

Marco Bruhn

Das ist sehr notwendig das die Heilmittelberufe ein neues Berufsgesetz bekommen müssen, aber die Heilpraktiker benötigen auch ein neues Berufsgesetz. Denn das ist von 1939 und gehört schon lange reformiert.
Und was ganz dringend notwendig ist das die Osteopathie ein Berufsgesetz bekommt und ein anerkannter staatliche anerkannter Heilberuf wird wie die Physiotherapie und der Heilpraktiker damit die Osteopathie gleich gestellt ist wie in anderen Ländern in Europa.
Und wenn der Heilpraktiker ein neues reformiertes Berufsgesetz bekommt, dann kommt er dann endlich aus der Scharlatanerie Ecke heraus wo er leider teilweise noch ist.
Obwohl ich eine Ärztin kenne die die sehr schwere Heilpraktikerprüfung nicht bestanden hat und sich dann für das Medizinstudium entschieden hat und das dann bestanden hat weil die Prüfung anscheinend einfacher zum bestehen ist.

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